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Bundesrechnungshof: Steuerausfälle in Millionenhöhe bei Internet-Leistungen

Beim Verkauf von Musik- und Videodateien, E-Books oder Software durch Unternehmen mit Sitz außerhalb der EU entgehen Deutschland laut Bundesrechnungshof Steuereinnahmen in Millionenhöhe.

04.05.2014, 16:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Beim Verkauf von Internet-Leistungen gehen Deutschland nach Einschätzung des Bundesrechnungshofes Umsatzsteuerausfälle in mehrstelliger Millionenhöhe verloren. Dabei geht es um den Verkauf beispielsweise von Musik- und Videodateien, E-Books oder Software durch Unternehmen mit Sitz außerhalb der EU, wie die Rechnungsprüfer am Dienstag in Bonn mitteilten. Der Schaden ergebe sich aus einer hohen Dunkelziffer nicht registrierter Unternehmen als auch vergleichsweise geringen Steuereinnahmen in diesem Bereich.

Milliardenschwerer Markt für Internet-Leistungen

Im Jahr 2013 waren in der gesamten EU den Angaben zufolge nur knapp 500 Unternehmen aus Drittstaaten registriert, die an einem zwischen den EU-Staaten abgestimmten Besteuerungsverfahren teilnehmen. Gleichzeitig erziele Deutschland jährlich nur rund 23 Millionen Euro Umsatzsteuer, was einem Umsatz dieser Unternehmen mit deutschen Abnehmern von gerade einmal 120 Millionen Euro entspreche.

"Angesichts eines stetig wachsenden, milliardenschweren Marktes für Internet-Leistungen geht der Bundesrechnungshof deshalb von erheblichen Steuerausfällen aus", heißt es in der Mitteilung. Die Behörde forderte das Bundesfinanzministerium auf, die steuerliche Kontrolle zusammen mit den Ländern zu verbessern.

(Jörg Schamberg)

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