Gesetzesantrag im Bundestag

Bundesrat: Hackern sollen bis zu zehn Jahre Haft drohen

Unabhängig von dem aktuellen Hackerangriff auf die Bundes-Netze hat der Bundesrat im Bundestag einen Gesetzesantrag zu einem besseren Schutz von Computern und IT-Systemen eingebracht. Das Hacken von Computern, Smartphones & Co. soll künftig mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden können.

Jörg Schamberg, 02.03.2018, 15:40 Uhr (Quelle: DPA)
Bundesrat Gebäude© Bundesrat

Berlin - Computer und IT-Systeme sollen in Deutschland besser vor Hackerangriffen geschützt werden. Der Bundesrat brachte am Freitag in Berlin einen entsprechenden hessischen Gesetzesantrag in den Bundestag ein. "Digitaler Hausfriedensbruch" - also der unerlaubte Zugriff auf fremde Computer, Smartphones, Webcams und Navigationssysteme - soll damit künftig auf Grundlage eines eigenen Straftatbestands mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden.

Bis zu 40 Prozent aller IT-Systeme in Deutschland enthalten Schadsoftware

Derzeit würden nur Daten geschützt, nicht aber IT-Systeme selbst, so der Antrag. Gegen die massenhaften unbemerkte Infiltrationen etwa durch Schadsoftware durch international agierende Cyber-Kriminelle könnten sich selbst aufmerksamste Nutzer nicht wehren. Bis zu 40 Prozent aller internetfähigen informationstechnischen Systeme in Deutschland seien mit Schadsoftware verseucht.

Die Länderkammer hatte den Entwurf bereits 2016 in den Bundestag eingebracht, dieser hatte ihn aber nicht aufgegriffen.

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