Mobilfunk im Ausland

Bundesnetzagentur: Neue Regelung für Roaming gilt auch für Flatrate-Tarife

Ab Samstag, dem 30. April, wird das Telefonieren im EU-Ausland günstiger. Dann gelten die gleichen Preise, wie im heimischen Mobilfunknetz - mit einem kleinen Zuschlag. Die neue Regel gilt laut Bundesnetzagentur auch für Flatrates.

Marcel Petritz, 30.04.2016, 09:01 Uhr (Quelle: DPA)
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Berlin - Bei der Handynutzung im EU-Ausland dürfen Mobilfunkanbieter von ihren Kunden ab Samstag (30. April) nur noch geringe Aufschläge auf die im Heimatland gültigen Tarifpreise verlangen. Die Regelung gelte auch für Flatrate-Tarife, wie die Bundesnetzagentur mitteilt. Verfüge der Verbraucher etwa über eine Telefon-Flat, dürfe pro Telefonminute im EU-Ausland nur der Zuschlag verlangt werden. Die Agentur habe "bei der Interpretation der europäischen Vorgaben durch verschiedene Anbieter eine große Bandbreite beobachtet", werde aber "eine verordnungskonforme Umsetzung" sicherstellen". Mobilfunk-Kunden könnten sich bei Schwierigkeiten an den Verbraucherservice der Behörde wenden.

Höchstpreise für Anrufe, SMS und Datenvolumen

Die Aufschläge auf die gebuchten Inlandstarife betragen höchstens 6 Cent pro Minute für abgehende Anrufe, 2 Cent pro SMS oder 6 Cent pro Megabyte (alle genannten Preise inklusive Mehrwertsteuer). Wird man angerufen, kostet das noch höchstens 1,2 Cent extra pro Minute. Maximal darf die Summe aus Inlandspreis und Aufschlägen nicht mehr betragen als die schon heute geltenden Höchstpreise von 23 Cent pro Minute für abgehende Anrufe, 7 Cent pro SMS und 24 Cent je Megabyte Datenvolumen.

Bei Paket-Tarifen mit Inklusiv-Einheiten für Anrufe, SMS oder Datenvolumen werden die im EU-Ausland in Anspruch genommenen Minuten, Nachrichten oder Megabyte (MB) vom jeweiligen Tarifkontingent abgezogen, erklärt die Bundesnetzagentur weiter. Zudem könne der Anbieter dem Kunden die oben genannten Aufschläge für Anrufe, SMS oder die mobile Datennutzung berechnen. Sei das jeweilige Kontingent verbraucht, wird den Angaben zufolge jede weitere Gesprächsminute, SMS oder jedes weitere Megabyte nach dem jeweiligen inländischen Endkundenpreis plus Aufschlag abgerechnet - so wie bei Kunden ohne Inklusiv-Einheiten auch.

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