Entscheidung zum Vectoring-Ausbau

Bundesnetzagentur legt EU-Kommission neuen Vectoring-Entscheidungsentwurf vor

In der vergangenen Woche hatte die Bundesnetzagentur Bedenken der EU-Kommission im Hinblick auf den Vectoring-Ausbau in Deutschland ausgeräumt. Die Regulierungsbehörde legte nun einen überarbeiteten Vectoring-Entscheidungsentwurf vor.

Jörg Schamberg, 21.06.2016, 13:14 Uhr (Quelle: DPA)
Bundesnetzagentur Die Bundesnetzagentur hat den überarbeiteten Vectoring-Entscheidungsentwurf veröffentlicht.© Bundesnetzagentur

Bonn - Im Streit um den Ausbau des schnellen Internets ist die Bundesnetzagentur den Wettbewerbern der Deutschen Telekom (www.telekom.de/dsl Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) entgegengekommen. In ihrem abgeänderten Entscheidungsentwurf über die sogenannte Vectoring-Technik, die sie am Dienstag der EU-Kommission vorlegte, räumte sie den Unternehmen mehr Ausbaurechte im Nahbereich ein. Wem ein Ausbaugebiet zufällt, muss sich verpflichten, schnelles Internet an diesem Knotenpunkt einzurichten.

Telekom zeigt sich über Änderungen wenig erfreut

Aufgehoben wurde auch die Regelung, nur einem nachfragenden Unternehmen ein Vorleistungsprodukt an diesen Punkten zu erlauben. Von diesen grauen Kästen aus, auch Kabelverzweiger genannt, läuft das Kupferkabelnetz der Telekom auf den letzten Metern zum Endkunden. Darüber hinaus setzte die Aufsichtsbehörde Anreize zum Ausbau von Glasfaserleitungen.

Der EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft, Günter Oettinger, begrüßte die Vorlage: Wenn die Kritikpunkt der EU-ausgeräumt würden, "schaffen wir die Quadratur des Kreises". Weniger erfreut äußerte sich die Telekom: Die Wettbewerber könnten nun noch mehr Nahbereiche exklusiv ausbauen und bekämen mehr Möglichkeiten, die Infrastruktur der Telekom benutzen, sagte ein Firmensprecher.

Verbände sehen weiter weitgehendes Infrastruktur-Monopol für die Telekom

"Empört" über das Vorgehen der Bundesnetzagentur zeigte sich dagegen die versammelte Telekom-Konkurrenz. Der Entwurf sei an die EU-Kommission weitergereicht worden, ohne die Marktteilnehmer anzuhören, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Verband VATM, Breko und Buglas. Im Ergebnis bleibe er ein "weitgehendes Infrastruktur-Monopol für die Deutsche Telekom".

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