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Bundesnetzagentur genehmigt neues TAL-Entgelt von 10,19 Euro ab 1. Juli

Die Bundesnetzagentur hat am Donnerstag endgültig grünes Licht für die neuen Entgelte gegeben, die die Wettbewerber der Telekom monatlich für die Anmietung einer Teilnehmeranschlussleitung (TAL) zahlen müssen.

27.06.2013, 10:08 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Nun ist es offiziell: Der bereits im März von der Bundesnetzagentur veröffentlichte Entscheidungsentwurf für die neuen TAL-Entgelte kann ab Juli umgesetzt werden. Damit ändern sich für die Wettbewerber der Deutschen Telekom die Konditionen für die Anmietung des Zugangs zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL), der sogenannten "letzten Meile".

Kritik an Erhöhung des TAL-Entgelts

Das Entgelt für den TAL-Zugang am Hauptverteiler (HVt) wird ab 1. Juli wie geplant von 10,08 Euro auf 10,19 Euro erhöht. Der Zugang zur TAL an einem Kabelverzweiger (KVz) soll dagegen von 7,17 Euro auf 6,79 Euro sinken. Im Januar hatte die Telekom eine TAL-Erhöhung am HVt auf 12,37 Euro beantragt, ihre Forderung aber nicht durchsetzen können.

Bereits im März hagelte es für den TAL-Entscheidungsentwurf Kritik der Branchenverbände BREKO und VATM. Für die mehr als neun Millionen angemieteten TAL-Anschlüsse am Hauptverteiler sei eine Preiserhöhung geplant, lediglich die Entgelte für die rund 140.000 gemieteten TALs am Kabelverzweiger seien laut BREKO marginal gesenkt worden. Das letzte Wort sei noch nicht gesprochen worden, hieß es damals von dem Verband. Am Montag hatte der BREKO zudem per Gutachten vorgerechnet, dass eine Absenkung des TAL-Entgelts auf 7,20 Euro machbar wäre.

Neue TAL-Entgelte gelten bis zum 30. Juni 2016

Doch auch nach Abschluss des nationalen Konsultationsverfahrens nahm die Netzagentur keine Änderungen mehr an dem vorgeschlagenen TAL-Entgelten vor. Die EU-Kommission, der der Entwurf zur Stellungnahme übersandt worden war, hatte nach Angaben der Bonner Regulierungsbehörde keine ernsthaften Bedenken gegen die neuen Entgelte geäußert. Die neuen TAL-Entgelte könnten daher pünktlich am 1. Juli in Kraft treten, die Genehmigung der Entgelte gilt bis zum 30. Juni 2016.

(Jörg Schamberg)

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