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Bundesnetzagentur ermittelt wegen kostenpflichtiger Warteschleifen

Seit Anfang Juni sind kostenpflichtige Warteschleifen verboten, doch laut Stiftung Warentest halten sich nicht alle Unternehmen daran. Die Netzagentur hat nun Ermittlungen aufgenommen.

12.07.2013, 16:31 Uhr (Quelle: DPA)
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Seit gut einem Monat sind gebührenpflichtige Warteschleifen am Telefon verboten. Trotzdem gibt es immer noch Firmen, die ihren Kunden dafür Geld aus der Tasche ziehen. Jetzt ermittelt die Bundesnetzagentur. Ein Sprecher der Behörde bestätigte am Freitag einen entsprechen Bericht der "Bild"-Zeitung. "Wir haben Ermittlungen aufgenommen", sagte er.

Es drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro

Anlass für das Vorgehen ist ein Warteschleifen-Test der Stiftung Warentest bei mehr als 170 Kundendienstnummern. Dabei seien bei jeder dritten Nummer ungerechtfertigte Gebühren angefallen, schrieb die Zeitung. Bei Verstößen drohen den Unternehmen Bußgelder in Höhe von bis zu 100.000 Euro. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen bezeichnete das Verhalten der Unternehmen als nicht haltbar.

Laut Bundesnetzagentur gilt die Zeit als Warteschleife, bis nach dem Rufaufbau die Bearbeitung beginnt - durch einen persönlichen Ansprechpartner oder eine Computerstimme.

(Jörg Schamberg)

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