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Bundesnetzagentur erfreut: Internet-Nutzer erreichen meistens halbe versprochene Bandbreite

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Ergebnisse ihrer zweiten Messkampagne für Breitbandzugänge veröffentlicht. Der Abschlussbericht über die Dienstequalität kommt zu dem Schluss, dass sich die Werte leicht verbessert haben.

10.06.2014, 11:01 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Ergebnisse ihrer zweiten Messkampagne für Breitbandzugänge veröffentlicht. Der Abschlussbericht über die Dienstequalität kommt zu dem Schluss, dass sich die Werte leicht verbessert haben. So werde zwar die in Aussicht gestellte "bis zu"- Datenübertragungsrate weiterhin oft nicht erreicht. Die Zahl der Nutzer, die jedoch mindestens die Hälfte der vereinbarten maximalen Bandbreite nutzen könne, stieg von knapp 70 auf gut 75 Prozent.

Bundesnetzagentur zeigt sich zufrieden

"Wir erkennen an den aktuellen Ergebnissen, dass unsere bisherigen Transparenzmaßnahmen bereits für erste Verbesserungen gesorgt haben", so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Die Ergebnisse der ersten Messkampagne waren im April 2013 vorgestellt worden.

Bei der Messkampagne konnten Verbraucherinnen und Verbraucher von Juni bis Ende Dezember 2013 über die Internetseite "Initiative Netzqualität" kontrollieren, in welchem Umfang die von ihren Anbietern in Aussicht gestellte und die tatsächliche Datenübertragungsrate voneinander abweichen. Über 150.000 Messungen privater Breitbandanschlüsse flossen in die Studie ein. Die Bundesnetzagentur zeigte sich mit der Beteiligung zufrieden.

Messsystem soll dauerhaft online sein

"Wir legen besonderen Wert darauf, dass Verbraucherinnen und Verbraucher vergleichbare und transparente Informationen erhalten. Die Schaffung von Transparenz bleibt deshalb eine dauerhafte Aufgabe für die Bundesnetzagentur", so Homann weiter. Die Aufsichtsbehörde plant nun, ein ständig nutzbares Messsystem einzuführen, das sich anscheinend von dem bisherigen unterscheiden soll.

Das neue Messsystem soll sowohl für Fest- als auch für Mobilfunkanschlüsse nutzbar sein und technologieoffen ausgeschrieben werden. So sollen Faktoren, die nicht vom Netzbetreiber kontrolliert werden, sondern durch Einrichtungen des Kunden beeinflusst werden, so weit wie möglich berücksichtigt werden. In der Branche wird über die unterschiedlichen Messverfahren kontrovers diskutiert.

(Peter Giesecke)

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