News

Bundeskartellamt: Telekom und Telefónica dürfen kooperieren

Telekom und Telefónica werden in Zukunft beim Angebot von Breitbandanschlüssen enger kooperieren, Kunden sollen davon durch schnellere Anschlüsse profitieren. Das Bundeskartellamt gab in dieser Woche grünes Licht.

07.11.2014, 17:16 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Wie das Bundeskartellamt mitteilt, hat die Behörde keine Bedenken bezüglich der Kooperation zwischen der Telekom und Telefónica o2. Konkret geht es um das Angebot von Breitbandanschlüssen.

Markt verändert sich, Kooperation stärker gefordert

Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, erklärt die Entscheidung mit den veränderten Marktbedingungen: "Das wettbewerbliche Umfeld des Breitbandausbaus hat sich in den letzten Jahren verändert. Wettbewerber der Telekom haben sich entschieden, auf weiteren Eigenausbau zu verzichten und stattdessen mit der Telekom zu kooperieren. Heute ist absehbar, dass es vorerst nicht zu einem flächendeckenden, parallelen Ausbau von Kupfer- und Glasfasernetzen kommen wird. Dieser Entwicklung trägt das Bundeskartellamt mit der vorliegenden Entscheidung Rechnung."

Beide Unternehmen profitieren

Telekom und Telefónica wollen in Zukunft beim Angebot von Breitbandanschlüssen enger kooperieren: Telefónica will mit Hilfe der Telekom ihren Kunden Breitbandanschlüsse mit schnellerer Übertragung (NGA-Anschlüsse, insbesondere VDSL-Vectoring) anbieten. Die Telekom wiederum erhofft sich von der Zusammenarbeit den Breitbandausbau mit schnelleren Anschlüssen zu beschleunigen, dies betrifft allerdings nur bereits erschlossene Gebiete.

Telefónica hat dieses Jahr bereits E-Plus gekauft, nach dem die EU grünes Licht für die Übernahme gegeben hat, Anfang Oktober hat das Unternehmen die Übernahme abgeschlossen.

(Marcel Petritz)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang