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Bundesbank-Vorstand sieht Vertrauen in Bitcoins geschwächt

Der Zusammenbruch der größten Bitcoin-Börse Mt. Gox hat einen Schatten auf die Digital-Währung geworfen. Die Bundesbank sieht ein großes Vertrauensproblem und warnt vor den Risiken bei Anlage in Bitcoins.

01.03.2014, 13:31 Uhr (Quelle: DPA)
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Nach dem Insolvenzantrag der einst größten Bitcoin-Handelsplattform Mt. Gox sieht sich die Bundesbank in ihren Warnungen vor den Risiken der Digital-Währung bestätigt. "Die aktuellen Ereignisse im Zusammenhang mit Mt.Gox haben das Vertrauen in Bitcoin geschwächt", sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). "Vertrauen ist aber, neben den rechtlichen Rahmenbedingungen, zusammen mit Stabilität und Sicherheit einer der wichtigsten Bausteine einer Währung."

Insolvenz von Mt. Gox verschärft Bitcoin-Krise

Mit dem Insolvenzantrag von Mt. Gox hatte sich die Krise der Digital-Währung verschärft. Mt.Gox habe Schulden von rund 6,5 Milliarden Yen (46,6 Millionen Euro), hieß es laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo am Freitag auf einer Pressekonferenz in Tokio. Mt.Gox-Chef Mark Karpeles räumte demnach auch ein, dass Anfang Februar bei einen Online-Angriff von Unbekannten möglicherweise Bitcoins entwendet worden seien. Laut Online-Berichten könnten so gut wie alle dort eingelagerten Bitcoins verschwunden sein.

Die Bitcoin-Börse hatte am Dienstag den Betrieb eingestellt. Anleger kommen nicht mehr an ihre dort gespeicherten Einlagen. Bundesbank-Vorstand Thiele zufolge ist nicht auszuschließen, "dass es für viele, die auf den Kauf von Bitcoins als Spekulationsobjekt gesetzt haben und diese bei Mt.Gox eingelagert haben, zum Verlust der Geldanlage kommt". Die Bundesbank habe immer wieder betont, dass mit dieser Währung extreme Anlegerrisiken verbunden seien. "Dass Bitcoins ein hochspekulatives Finanzinstrument sind, wird durch die Insolvenz von Mt.Gox leider eindrücklich unter Beweis gestellt."

Bitcoins in Deutschland nicht als Währung anerkannt

Der Zentralbank-Vorstand betonte, Deutschland habe Bitcoins nicht als Währung anerkannt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht habe sie lediglich als Recheneinheit beziehungsweise Finanzinstrument qualifiziert. Trotz des großen Interesses an ihnen seien sie auf den Finanzmärkten und als Währungsalternative ein Nischenphänomen.

In Japan wurden bereits Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von Mt.Gox eingeleitet. Laut "Wall Street Journal" untersuchen auch US-Behörden den Fall. US-Bundesanwälte in New York sollen Dokumente von der Firma angefordert haben.

Die auch als "Hacker-Währung" bezeichneten Bitcoins gibt es seit 2009. Sie werden in komplizierten Rechenprozessen auf den Computern der Nutzer erzeugt, können aber auch im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar oder Euro gekauft werden.

(Jörg Schamberg)

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