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"Build with Chrome": Google und LEGO laden zum virtuellen Bauen ein

Wer bereits in seiner Kindheit gern mit LEGO-Bausteinen hantiert hat, kann sich nun auch virtuell ausleben und im Rahmen eines Projektes von Google und LEGO mit digitalen Plastikklötzchen auf einer Weltkarte zu Werke gehen.

29.01.2014, 13:11 Uhr
Google© Google

Es ist fast so etwas wie ein Gründungsmythos: Die Anfänge des Milliardenkonzerns Google sind eng mit kleinen Kunststoffbausteinen aus Dänemark verknüpft, allgemein besser bekannt als LEGO. Als junge Doktoranden nutzten die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin 1996 das Kreativ-Spielzeug, um sich ein Gehäuse für eine kleine Armada aus Festplatten zu bauen.

LEGO-Häuser auf Google Maps

Da es zu dieser Zeit nur Laufwerke mit einer Kapazität von maximal 4 Gigabyte (GB) gab, Page und Brin für ihre Experimente bei der Entwicklung des Google-Suchalgorithmus aber deutlich mehr Speicherplatz benötigten, setzten sie auf eine kostengünstige Bastellösung – und konstruierten um einen Verbund aus zehn 4-GB-Festplatten ein Gehäuse aus bunten Plastikklötzchen. Der Rest ist Geschichte. Inzwischen ziehen Google und LEGO aber auch ganz offiziell an einem Strang. Mit dem 2012 gestarteten WebGL-Projekt "Build with Chrome" bringen beide Unternehmen die Welt der bunten Bausteine nun ins weltweite Datennetz.

Wie Google am Dienstag ankündigte, hat jeder Internetnutzer ab sofort die Möglichkeit, im Chrome-Browser eigene virtuelle LEGO-Bauwerke auf einer Google-Karte zu erschaffen. Mobile Baumeister, die lieber direkt mit den Händen arbeiten, können sich dabei alternativ auch einem Android-Smartphone oder –Tablet mit installiertem Chrome für Android bedienen. Einmal gespeichert, sind die Kreationen öffentlich sichtbar und zugänglich. Sie können dann nicht mehr selbst entfernt werden.


Wer mag, kann sein Werk anschließend zudem über Google+ mit Anderen teilen beziehungsweise in den eigenen Kreisen nach architektonischen Highlights suchen. Helfen soll dabei ein neues Kategoriensystem für vollständige Bauten, mit dem sich bestimmte Arten von Strukturen sortieren und filtern lassen. Wird noch Starthilfe beim Bauen benötigt, stehen darüber hinaus in der sogenannten "Build Academy" eine Reihe kurzer Tutorials zur Verfügung. Weitere Informationen sind über das Google-Produkte-Blog abrufbar.

(Christian Wolf)

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