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BUGLAS: Glasfaser per FTTH/B für mindestens 120.000 Haushalte bis Ende 2013

In diesem Jahr erschließen die BUGLAS-Mitgliedsunternehmen mindestens 120.000 Haushalte mit Glasfaseranschlüssen per FTTH/B. BUGLAS-Vizepräsident Jens Prautzsch betonte bei der Jahrestagung in Königswinter, dass Vectoring den Glasfaserausbau nicht stoppe. Dennoch lässt das Ausbautempo nach.

15.11.2013, 14:01 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Der 2009 gegründete "Bundesverband Glasfaseranschluss e.V." (BUGLAS) hatte seine Mitglieder am Donnerstag zu seiner zweitägigen Jahrestagung "Fiber Days 2013" in das Steigenberger Hotel Königswinter eingeladen. Unter dem Motto "Glasfaser für die vernetzte Gesellschaft" beleuchteten diverse Referenten, darunter unter anderem Iris Henseler-Unger, Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur, und Constantijn Van Oranje-Nassau, Kabinetts-Chef von EU-Kommissarin Neelie Kroes, den aktuellen Stand des Glasfaserausbaus. Eingegangen wurde auch auf die Finanzierung des Netzausbaus und die komplexe Frage der Regulierung des Marktes. Unternehmen wie NetCologne und wilhelm.tel zeigten mit Beispielen aus der Praxis, wie sie dem immer weiter wachsenden Bandbreitenbedarf begegnen.

Glasfaser treibt Breitbandausbau voran

Derzeit stehe Vectoring im Mittelpunkt der Diskussion. Allerdings sei dies nicht die einzige Technologie, die den Breitbandausbau vorantreibt. "Dem ist nicht so, stattdessen ist Glasfaser der Treiber", betonte BUGLAS-Vizepräsident Jens Prautzsch bei der Begrüßung der zahlreich aus ganz Deutschland angereisten Teilnehmer der Verbandsversammlung.

In ländlichen Regionen bis zum Kabelverzweiger spiele Vectoring in Form von FTTC eine wichtige Rolle. "Nicht mehr, aber auch nicht weniger", so Prautzsch. Die Carrier hätten unterschiedlich auf die Vectoring-Diskussion reagiert. Der FTTH/B-Ausbau werde teils in Frage gestellt. Der BUGLAS habe dies auch anhand einer noch nicht vollständig abgeschlossenen aktuellen Ausbauumfrage ermittelt. Das Ausbautempo habe sich deutlich verlangsamt.

Vectoring stoppt Glasfaserausbau nicht

Demnach werden in diesem Jahr mindestens 120.000 Haushalte mit FTTH/B erschlossen, im vergangenen Jahr lag die Zahl neuer Anschlüsse allerdings noch doppelt so hoch. Bis Ende 2015 werden es mindestens 220.000 neue Haushalte sein. Vectoring stoppe den Glasfaserausbau nicht. In diesem Jahr würden BUGLAS-Unternehmen zudem mindestens 140.000 Haushalte per FTTC versorgen, bis Ende 2015 sollen mindestens 380.000 Haushalte solche Anschlüsse mit VDSL-Geschwindigkeit erhalten. "Wir sind im Wettbewerb mit Anbietern über Kupfernetz und TV-Kabel", stellt Prautzsch klar. Es sei vor allem ein Wettbewerb über den Preis.

Das von der EU geplante Single-Market-Paket zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Telekommunikationsmarktes stärke die großen Provider, die kleineren Carrier, die den Breitbandausbau vorantreiben, würden darunter leiden. Der BUGLAS-Vizepräsident versprach, dass der Verband auch im kommenden Jahr seine Stimme erheben werde, wenn es um den Breitbandausbau gehe. "Auch 2014 wird es uns als Verband nicht langweilig".

1,8 Millionen Glasfaser-Anschlüsse bis 2015 geplant

In diesem Jahr schlossen sich 17 neue Mitgliedsunternehmen dem BUGLAS an, der inzwischen 62 Mitgliedsunternehmen zählt. In dem Verband sind unter anderem NetCologne, M-net, wilhelm.tel, QSC und Eutelsat vertreten. Die BUGLAS-Unternehmen haben insgesamt 1,1 Millionen Haushalte direkt per Glasfaser erschlossen, im vergangenen Jahr wurden 250.000 Glasfaseranschlüsse fertiggestellt. Bis 2015 soll die Zahl der angeschlossenen Glasfaser-Haushalte bei rund 1,8 Millionen liegen. Investiert werden dafür rund 1,2 Milliarden Euro.

(Jörg Schamberg)

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