Glasfaserausbau

BUGLAS: FTTH/B-Anschlüsse für über 900.000 weitere Haushalte bis 2019

Die Mitgliedsunternehmen des Glasfaserverbandes BUGLAS treiben den Glasfaserausbau in Deutschland weiter voran. Mit einem aktuellen "Kursbuch" legten sie zudem Vorschläge zur Erreichung einer flächendeckenden Glasfaserversorgung vor.

BUGLAS© Bundesverband Glasfaseranschluss e.V. (BUGLAS)

Bonn – Das Jahr 2017 geht zu Ende. Für die im Bundesverband Glasfaseranschluss e. V. (BUGLAS) zusammengeschlossenen Unternehmen ist es Gelegenheit, auf die Ausbauprojekte in diesem Jahr zurückzublicken – und einen Ausblick auf geplante Vorhaben zu geben. Zudem stellte der Verband beim BUGLAS-Jahreskongress in Niederkassel am Mittwoch das aktuelle "Kursbuch" vor.

2017 kamen 200.000 direkte Glasfaseranschlüsse hinzu

In diesem Jahr haben die Mitgliedsunternehmen laut BUGLAS bundesweit rund 200.000 weitere Wohn- und Geschäftseinheiten direkt mit Glasfaser angeschlossen. Damit hätten bereits insgesamt rund 2,1 Millionen Haushalte und Unternehmen Glasfaseranschlüsse bis direkt in die Wohnung (FTTH) oder in das Gebäude (FTTB) von BUGLAS-Unternehmen erhalten. Insgesamt liege die Zahl der FTTB/H-Anschlüsse Ende 2017 bei rund 3,1 Millionen. Die Zahlen basieren auf einer im Oktober und November durchgeführten Ausbauumfrage des Verbandes.

"Unsere Mitgliedsunternehmen haben 70 Prozent des gesamten bisherigen und über 85 Prozent des wettbewerblichen FTTB/H-Roll-outs hierzulande realisiert", so BUGLAS-Geschäftsführer Wolfgang Heer. Die Mitgliedsunternehmen seien daher auch in diesem Jahr der Treiber beim echten Glasfaserausbau.

Bis Ende 2019 Glasfaseranschlüsse für über 900.000 weitere Haushalte

Aber auch im kommenden Jahr soll der Glasfaserausbau unter Hochdruck vorangetrieben werden. Über 900.000 weitere Haushalte und Firmen sollen bis Ende 2019 mit direkten Glasfaseranschlüssen versorgt werden. Dies sei aber abhängig von einem verlässlichen Wettbewerbsrahmen. Daran mangele es jedoch. Unter anderem sorge etwa das DigiNetz-Gesetz für Verunsicherung.

Kursbuch: Vorschläge zur flächendeckenden Glasfaserversorgung

Wie soll es weitergehen mit dem Glasfaserausbau in Deutschland? Dazu hat der BUGLAS sein Kursbuch „Der Weg zur flächendeckenden Glasfaserversorgung für Deutschland“ vorgestellt. Hochleistungs-Internet müsse laut BUGLAS-Präsident Theo Weirich jederzeit und überall verfügbar sein. Dazu müsse Glasfaser flächendeckend ausgerollt werden. "Wenn das in endlicher Zeit gelingen soll, müssen wir erheblich mehr Marktakteure für den Glasfaserausbau motivieren und die aktuellen Bremsen lösen", so Weirich. Das Kursbuch listet in vier Handlungsfeldern 16 konkrete Einzelmaßnahmen auf, mit der schnelles Internet in Deutschland vorangebracht werden könnte.

Auf eine Regulierung von FTTB/H-Netzen sollte verzichtet werden, wenn wettbewerbliche Spielregeln klar definiert und eingehalten werden. Statt auf Überbau zu setzen, sollten die Marktteilnehmer Vorleistungen auf bereits bestehenden Glasfaserleitungen einkaufen. Vorgeschlagen werde auch die Einführung des Prinzips "Vorrang für das beste Teilnehmernetz". Auch das DigiNetz-Gesetz müsse mit Blick auf die Mitverlegungsvorgaben angepasst werden. Unternehmen, die zuerst ausgebaut hätten, dürften nicht benachteiligt werden. Die Förderung müsse zudem auf FTTB/H fokussiert sein.

Jörg Schamberg

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