5G, Kabelfusion & Co.

BUGLAS: 2019 stehen wichtige Weichenstellungen für Glasfaserausbau an

Das Jahr 2019 wird laut Glasfaserverband BUGLAS entscheidend sein für den weiteren Glasfaserausbau in Deutschland. So stehen Entscheidungen zu 5G, zur Fusion von Unitymedia und Vodafone sowie zur Überarbeitung von DigiNetz-Gesetz und zur TKG-Novelle an.

21.12.2018, 11:24 Uhr
BUGLAS© Bundesverband Glasfaseranschluss e.V. (BUGLAS)

Bonn – Wie geht es mit dem Glasfaserausbau in Deutschland im kommenden Jahr weiter? In den ersten Monaten des neuen Jahres werden wichtige Entscheidungen für den Ausbau anstehen. Der Bundesverband Glasfaseranschluss e. V. (BUGLAS) fordert dazu auf, 2019 die zentralen Weichen für den Glasfaserausbau richtig zu stellen.

Entscheidungen zu 5G-Frequenzen, Kabelfusion und Co.

So stehe 2019 unter anderem die Vergabe der 5G-Lizenzen im Rahmen einer Frequenzauktion an. Außerdem werde eine Entscheidung der EU-Kommission zum Vodafone-Antrag zur Übernahme von Unitymedia erwartet. Die Bundesregierung sei mit der Überarbeitung des DigiNetz-Gesetzes beschäftigt, zudem werde an einem ersten Entwurf für eine große Novelle des Telekommunikationsgesetzes gearbeitet. Es wird sich also 2019 einiges tun im Telekommunikationssektor.

BUGLAS fordert regionale 5G-Frequenzen

Der Glasfaserverband BUGLAS mahnt eine Sicherstellung und Förderung des Glasfaserausbaus bis mindestens in die Gebäude (FttB/H) an. "Wenn der im Koalitionsvertrag avisierte 'Infrastrukturwechsel hin zur Glasfaser' in Deutschland gelingen soll, müssen Regulierer, Gesetzgeber und die europäischen Wettbewerbshüter in den kommenden Wochen und Monaten mit besonderem Augenmaß tätig sein", so BUGLAS-Geschäftsführer Wolfgang Heer. Im Hinblick auf 5G fordert der BUGLAS die Vergabe auch von regionalen Frequenzen. "Wenn wir die 'gefunkte Glasfaser' wirklich in die Fläche bringen und die riesigen Potenziale von Smart City-, intelligenten Verkehrs- und Energiesteuerungskonzepten heben wollen, brauchen wir möglichst viele beteiligte Marktakteure", betont Heer.

Kabelfusion von Unitymedia und Vodafone nicht genehmigungsfähig

Auch zur geplanten Kabelfusion von Unitymedia und Vodafone bezieht der BUGLAS Stellung. "Mit der Übernahme von Unitymedia durch Vodafone würde ein neuer Marktgigant entstehen, der nicht nur den in Deutschland verfügbaren Kabel-Footprint beherrschen, sondern auch den Gestattungsmarkt und die Beschaffung von TV-Rechten dominieren würde", kritisiert Heer. "Im Ergebnis entstünde ein Duopol aus Kabelgigant und Telekom-Riese, das gerade die im FttB/H-Ausbau tätigen kleineren Unternehmen aus dem Markt drängen könnte", befürchtet der BUGLAS-Geschäftsführer. Ein flächendeckender Glasfaserausbau, der vor allem durch City Carrier gestemmt werde, würde durch die Fusion in Frage gestellt.

Überbauung bestehender Glasfasernetze verhindern

Bei der Überarbeitung des DigiNetz-Gesetzes müssten Synergien nutzbar gemacht werden, damit die Glasfaser "möglichst weit in die Fläche kommt". Anreize zum Trittbrettfahren müssten beseitigt werden. Auch eine Überbauung bestehender Glasfaserinfrastruktur sollte ausgeschlossen werden. Zum Stichwort TKG-Novelle erklärte Heer: "Hier darf es insbesondere nicht zu weiteren symmetrischen Regulierungsauflagen für nicht marktmächtige Unternehmen kommen." Spannend werde sein, wie die künftige Regulierung des Zugangs zur sogenannten "Letzen Meile" aussehen wird.

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