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BT als Jobkiller - 15.000 Stellen fallen weg

Der Telekommunikationskonzern British Telecom streicht nach einem Verlust von 150 Millionen Euro weitere 15.000 Arbeitsplätze. Bereits im vergangenen Jahr war eine gleich hohe Anzahl gestrichen worden.

14.05.2009, 11:52 Uhr (Quelle: DPA)
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Der Telekommunikationsriese British Telecom (BT) streicht nach hohen Verlusten weitere 15.000 Arbeitsplätze. Das ist in etwa jeder zehnte Job, wie der Konzern am Donnerstag in London mitteilte. Bereits in den vergangenen zwölf Monaten wurden 15.000 Stellen gestrichen - 5.000 mehr als erwartet.
150 Millionen Euro Verlust
Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März fiel dabei ein Verlust vor Steuern von 134 Millionen Pfund (knapp 150 Millionen Euro) an, im Vorjahr hatte BT noch einen Vorsteuergewinn von 1,9 Milliarden Pfund gemacht.
Massive Probleme bereitet vor allem die Sparte Global Services, die weltweit Großkunden bedient. Hier mussten rund 1,6 Milliarden Pfund abgeschrieben werden. BT-Chef Ian Livingston sagte, die guten Ergebnisse anderer Unternehmenssparten seien von einer "inakzeptablen Leistung bei Global Services überschattet worden". Hinzu kommen Pensionsdefizite in Milliarden-Höhe. BT kündigte an, in den kommenden drei Jahren pro Jahr 525 Millionen Pfund in den Pensionsfonds einzuzahlen.
Zwar stieg der Umsatz im Jahr 2008/09 um drei Prozent auf 21,3 Milliarden Pfund. Der britische Konzern rüste sich jedoch für das laufende Jahr für einen Umsatzrückgang von bis zu fünf Prozent, hieß es. Zudem kürzte BT die Jahresdividende um 59 Prozent auf 6,5 Pence pro Aktie.
Möglichst keine Entlassungen
BT betonte, Entlassungen vermeiden zu wollen. Eher sollten freiwerdende Stellen nicht neu besetzt werden. Ende März beschäftigte der Telekomgigant 147.000 Mitarbeiter in etwa 170 Ländern. Gewerkschaften erwarteten, dass die meisten Jobs - wie schon im vergangenen Jahr - bei Zeitarbeitern und Agenturen wegfallen würden. Am härtesten trifft es dabei voraussichtlich Großbritannien.
Vor allem im Schlussquartal war der Telekomkonzern tief in die roten Zahlen gerutscht. Vor Steuern belief sich das Minus auf knapp 1,3 Milliarden britische Pfund.

(Michael Posdziech)

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