Schadsoftware Emotet

BSI warnt vor angeblichen Behörden-Mails

Aktuell sind laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Spam-Mails vermeintlich im Namen von Behörden im Umlauf, die Rechner mit der Schadsoftware Emotet infizieren.

Jörg Schamberg, 18.12.2019, 14:55 Uhr (Quelle: DPA)
Hacker© vectorfusionart / Fotolia.com

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor schädlichen Spam-E-Mails, die vermeintlich im Namen von Bundesbehörden geschickt werden. Demnach seien dem BSI aus Behörden der Bundesverwaltung mehrere Infektionen mit der Schadsoftware Emotet gemeldet worden. Diese sende im Namen der Betroffenen E-Mails mit schädlicher Software im Anhang. Um welche Behörden es im Detail geht, dazu wollte das BSI keine Auskunft geben.

Gefährliche Spam-Mails nicht direkt erkennbar

Das Tückische an Emotet: Die Software kann Adressbücher und Mailverläufe auslesen und die Kommunikation damit sehr authentisch widerspiegeln, beschreibt eine Sprecherin des BSI. Das bedeutet: Die Spam-Mails sind nicht immer auf den ersten Blick als solche zu erkennen.

Finger weg von Anhängen und Makros

Ein Rat: Den Absendername anklicken und die entsprechende Adresse genau prüfen - passen beide zusammen und sind sie plausibel? Kommt einem eine Mail verdächtig vor, sollte man im Zweifelsfall zunächst den Absender anrufen und vorher keinesfalls Anhänge öffnen, rät das BSI. Auch Makros in Officedokumenten sind ein großes Risiko. Die Behörde rät, sie am besten zentral abzuschalten.

Ist ein Computer mit Emotet infiziert, lädt die Software weiteren Programmcode nach. Damit können die Kriminellen sensible Daten abgreifen oder sogar die vollständige Kontrolle über das System erlangen, warnt das BSI auf seiner Website. Wichtig also: Regelmäßige Datensicherung und ständig aktuelle Software durch regelmäßig installierte Updates.

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