WDR-Bericht

BSI warnt: Cyber-Angriffe auf Weltklimakonferenz in Bonn möglich

Droht dem im November in Bonn stattfindenden Weltklimagipfel Gefahr durch mögliche Cyber-Attacken? Davor warnt aktuell laut WDR zumindest das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Auch Angriffe auf die Deutsche Bahn und die Telekom seien denkbar.

Hackerangriff© Tomasz Zajda / Fotolia.com

Köln - Mitte November findet in Bonn die Weltklimakonferenz statt. Die Veranstaltung könnte von Cyber-Attacken bedroht werden. Davor warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), wie der WDR exklusiv berichtet. Dem Sender liege ein Schreiben des BSI vor, in dem von einer "erhöhten Gefährdungslage" die Rede sei.

BSI sieht auch Geheimdienste als potentielle Angreifer

Als potentielle Angreifer könnten laut BSI auch staatliche Stellen und Geheimdienste aktiv werden. "Angesichts der politisch und strategisch besonders schutzbedürftigen Informationen zu den bei der Weltklimakonferenz verhandelten Themen ist prinzipiell von einer erhöhten Bedrohungslage bezüglich Hacktivismus sowie staatlicher bzw. nachrichtendienstlicher Angriffe (...) auszugehen", heißt es konkret in dem Schreiben.

Cyber-Angriffe auch auf Deutsche Bahn und Telekom denkbar

Neben der Konferenz in Bonn selbst, könnten aber auch Verkehrsunternehmen wie die Deutsche Bahn, die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) sowie Mobilfunk- und Internet-Provider wie etwa die Deutsche Telekom (www.telekom.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können. Sie können dieses Produkt natürlich auch woanders kaufen; der Link ist ein Vorschlag und stellt weitere Informationen zur Verfügung. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.) zum möglichen Ziel von Cyber-Attacken werden. "Es ist durchaus wahrscheinlich, dass IT-Systeme mit inhaltlichem oder geographischem Bezug zur Weltklimakonferenz direkt oder durch Kollateralschäden nicht-gezielter Angriffe in der Fläche betroffen sind," so das BSI in dem nichtöffentlichen Papier.

Das BSI wolle mit dem Schreiben betroffene Unternehmen auf eine allgemeine Gefährdungslage hinweisen und die Mitarbeiter entsprechend sensibilisieren. Einen konkreten Anlass für die Warnung gebe es allerdings nicht. Gegenüber dem WDR erklärten Unternehmen wie die Telekom und die KVB sowie die in Bonn ansässige Bundesnetzagentur, dass man die Warnung des BSI ernst nehme.

Jörg Schamberg

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