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BSI veröffentlicht Register zur Cyber-Sicherheit

Mit dem kostenlos abrufbaren "Register aktueller Cyber-Gefährdungen und -Angriffsformen" will das BSI künftig auf aktuelle Bedrohungen der Cyber-Sicherheit hinweisen. Derzeit sind sechs Angriffszenarien verzeichnet.

18.01.2012, 19:50 Uhr (Quelle: DPA)
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Mit dem seit Mittwoch kostenlos als PDF-Datei abrufbaren "Register aktueller Cyber-Gefährdungen und -Angriffsformen" warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ab sofort vor Cyber-Attacken, die als besonders kritisch für die Sicherheit von Unternehmen oder Institutionen gelten.

"Server-Hacking" als größte Bedrohung

In der im Rahmen der neuen Publikationsreihe "BSI-Analysen zur Cyber-Sicherheit" erschienenen Erstveröffentlichung werden dabei derzeit sechs Bedrohungsszenarien skizziert. An erster Stelle steht das "gezielte Hacking von Webservern" - entweder zur Platzierung von Schadsoftware oder zur Vorbereitung von Datenbank-Spionage.

Weitere Angriffsziele sind unter anderem Internet-Nutzer beim Besuch von infizierten Webseiten und E-Mail-Nutzer. Als nicht minder gefährlich bewertet das BSI auch Denial-of-Service-Attacken (DDoS), bei denen Webserver mit einer Flut sinnloser Datenanfragen lahmgelegt werden.

Hilfsmittel für Schutzmaßnahmen

Hinter den Angriffen stecken nach Angaben der Behörde divergente Tätergruppen mit den unterschiedlichsten Hintergründen und Motiven - von politisch engagierten Netz-Aktivisten über Online-Kriminelle und Wirtschaftsspione bis hin zu staatlichen Akteuren, Cyber-Terroristen oder sogenannten "Skript-Kiddies", die als Anfänger ihre Fähigkeiten in der Praxis austesten wollten.

Den Verantwortlichen von IT-Abteilungen soll das Gefährdungsregister derweil als Hilfsmittel für eigene Risikoanalysen dienen. Aufgezeigt werden die typischen Phasen eines Cyber-Angriffs sowie beliebte Vorgehensweisen von potenziellen Angreifern. Ziel ist es, die Einrichtung präventiver sowie reaktiver Schutzmaßnahmen zu unterstützen. Da sich Cyber-Angriffe laut BSI "dynamisch weiterentwickeln", will die Behörde ihr Register zudem künftig in regelmäßigen Abständen aktualisieren.

(Christian Wolf)

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