IT-Sicherheit

BSI: Jedes dritte Unternehmen von Erpressungs-Trojanern betroffen

Nach Angaben des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist ein Drittel der Unternehmen in Deutschland von Ransomware betroffen.

Marcel Petritz, 28.04.2016, 11:39 Uhr
Internetsicherheit© xiaoliangge / Fotolia.com

Bonn - Deutschen Unternehmen macht die zunehmende Verbreitung von Ransomware zu schaffen. Laut einer Umfrage des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), hatte ein Drittel der Unternehmen bereits mit einem Erpressungs-Trojaner zu kämpfen.

E-Mails bleiben größte Bedrohung für Infektionen

So waren 32 Prozent der befragten Unternehmen in jeglicher Größenordnung in den letzten sechs Monaten von Ransomware betroffen. Die meisten Infektionen stammen mit Abstand - 75 Prozent - aus E-Mail-Anhängen. 70 Prozent der Unternehmen gaben in der Umfrage an, dass einzelne Arbeitsplatzrechner befallen waren. Bei rund jeder fünften Firma hat Ransomware zu einem "erheblichen" Ausfall von Teilen der IT-Infrastruktur geführt. Einen Verlust wichtiger Daten, haben 11 Prozent der Befragten zu beklagen.

Unternehmen rüsten auf

Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), erklärt dazu: "Die Ergebnisse der BSI-Umfrage machen deutlich, wie verwundbar viele Unternehmen in Deutschland für Cyber-Angriffe sind. Schon ungezielte Attacken wie die aktuellen Ransomware-Angriffe führen zu teils erheblichen Beeinträchtigungen der IT und gefährden den Geschäftserfolg. Wenn wir die Potenziale der Digitalisierung voll ausschöpfen wollen, dann muss Cyber-Sicherheit ins Risikomanagement der Unternehmen integriert werden. Cyber-Sicherheit ist Chefsache."

Nach Angaben des BSI beobachtet das Amt immer neue Wellen von Ransomware-Angriffen. Auch 60 Prozent der Unternehmen sehen eine wachsende Bedrohung, 86 Prozent haben bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet. Dazu zählen beispielsweise eine verstärkte Sensibilisierung der Mitarbeiter (76 Prozent) und eine bessere Spam- und Virenabwehr. Zudem haben 38 Prozent weitere Vorkehrungen im Bereich Datensicherung getroffen.

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