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"British Library" plant digitales Archiv britischer Websites

Die "British Library" hat angekündigt, mit weiteren Bibliotheken ein digitales Gedächtnis Größbritanniens schaffen zu wollen. Wichtige Web-Inhalte sollen archiviert werden.

06.04.2013, 13:01 Uhr (Quelle: DPA)
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Die "British Library" in London möchte mit fünf weiteren Bibliotheken ein digitales Gedächtnis des Vereinten Königreichs schaffen. Mit Internetseiten, Blogs und kopierten Tweets oder Facebook-Nachrichten aus der britischen Web-Domain sollen die Inhalte des Internets für die Zukunft aufbewahrt werden.

"Schon viel Material verloren"

"Wir haben schon viel Material verloren, weil es in das digitale schwarze Loch des 21. Jahrhunderts gefallen ist und wir es nicht erfasst haben", sagte die Projektleiterin Lucie Burgess. Deswegen würden in den nächsten Monaten 4,8 Millionen Internetauftritte erfasst und ausgewertet - und das decke noch lange nicht das Gesamtangebot im Netz ab. "Es handelt sich vielmehr um eine Momentaufnahme", erläuterte Lucie Burgess.

Den Startschuss für das Projekt liefert eine gesetzliche Bestimmung, die an diesem Samstag in Kraft tritt. Damit erhalten britische Bibliotheken das Recht, nicht nur Kopien von gedruckten, sondern auch von elektronischen Dokumenten einzufordern.

"Es ist richtig, dass langjährige Regelungen jetzt auf den neuesten Stand des 21. Jahrhunderts gebracht werden und erstmalig auch die digitalen Publikationen des Vereinten Königreichs abgebildet werden", kommentierte Kulturminister Ed Vaizey. Das Parlament hatte das Gesetz namens "Legal Deposit Libraries Act" im Jahr 2003 beschlossen. Bisher mussten britische Bibliotheken bei jedem gewünschten Webinhalt zunächst den Urheber um Erlaubnis fragen.

(Christian Wolf)

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