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Briten verurteilen Klingelton-Dealer

Langsam geht es mit den Klingelton-Dealern à la Jamba an die Wäsche. Jetzt gab es in Großbritannien eine Geldstrafe wegen irreführender Werbung.

22.12.2005, 10:51 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Mit den nervigen Klingelton-Dealern geht es immer mehr bergab. Nicht nur hierzulande sind die quakenden Frösche und piepsigen Küken bereits mehrfach in die Kritik geraten. Die britische Regulierungsbehörde für Telekommunikation hat jetzt den Anbieter mBlox zu 40.000 Pfund (knapp 60.000 Euro) Geldstrafe wegen irreführender Werbung verdonnert. Außerdem muss der Jamba-Partner allen Kids das Geld erstatten, denen beim Download des "Bekloppten Froschs" gleich ein ganzes Abo untergejubelt wurde.
Angeknackster Ruf
Auch in Deutschland sorgt sich Jamba um das eigene Image. Die Klingelton-Meute hat hierzulande nicht gerade den besten Ruf. Um sich selbst mal wieder ein bisschen ins richtige Licht zu rücken, haben bei Jamba jetzt Eltern die Möglichkeit, die Handys ihrer Kids registrieren zu lassen, damit die lieben Kleinen nichts mehr bei Jamba downloaden können. Die Sperrung kann einfach online über die Jamba-Website vorgenommen werden. Für Verbraucherschützer ändert diese so genannte Kindersicherung nichts am fragwürdigen Abo-Modell der Piepston-Vermarkter.
Chefetage will nicht mehr
Die Jamba-Gründer wollen mit Frosch und Sweety inzwischen auch nichts mehr zu tun haben: wie wir bereits Anfang der Woche berichteten, haben die Brüder Marc und Oliver Samwer die Geschäftsführung des Unternehmens aufgegeben. Die neuen Jamba-Bosse schmieden schon Zukunftspläne: Ein Multimedia-Portal mit Musikdownload soll Jamba werden. Sollte er bis dahin nicht mal wieder einen Charts-Knaller landen, kann der bekloppte Frosch wohl schonmal die Koffer packen.

(Aleksandra Leon)

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