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BREKO: Terminierungsentgelte müssen sinken

Der Breitband-Verband fordert eine weitere Absenkung der Terminierungsentgelte in Mobilfunknetze und reagiert damit auf eine Anhörung der Mobilfunkbetreiber bei der Bundesnetzagentur.

15.02.2009, 10:01 Uhr
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Bei einer Anhörung der Bundesnetzagentur zur Mobilfunkterminierung wurden die unterschiedlichen Interessen von Mobilfunk-Providern und Festnetzbetreibern erörtert. Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) fordert erneut eine weitere Senkung der Terminierungsentgelte in Mobilfunknetze.
Höhere Entgelte unberechtigt
Der Verband vertritt die Interessen der Anbieter von Festnetztelefonie und reagiert mit dieser Forderung auf die Ansprüche der Mobilfunkunternehmen nach weiterhin möglichst hohen Entgelten für die Überstellung eines Gesprächs von einem Fremdnetz in ihr eigenes.
Dabei wehren sich die im BREKO organisierten Unternehmen auch gegen die Umlegung der UMTS-Kosten der Mobilfunknetzbetreiber bis zu einer Höhe von vier Milliarden Euro auf die Terminierungsentgelte: "Es ist doch nicht einsichtig, dass Mobilfunkunternehmen hoch pokern, um die UMTS-Lizenzen zu erhalten und die Festnetzbetreiber im nachhinein an den Kosten beteiligen", bemängelte Rainer Lüddemann, Geschäftsführer des BREKO. Zudem sei man empört über die gängige Praxis der Mobilfunkunternehmen, die Subventionierung von Handys im Endkundengeschäft in die Berechnung der Entgelte mit einzubeziehen.
Unzulässige Kostenbeteiligung
Laut BREKO folge eine deutliche Senkung der Entgelte schon alleine aus den geringeren Minutenkosten auf Grund des zunehmenden Umfangs der Mobilfunknutzung infolge von Flatrates. "Es ist nicht gerechtfertigt, dass die Festnetzbetreiber über Terminierungsentgelte an Kosten der Mobilfunknetzbetreiber beteiligt werden, die allein aus deren unternehmenspolitischen Entscheidungen resultieren", so Lüddemann.
Während T-Mobile, Vodafone und o2 für eine Anhebung der Gebühren vorsprachen, möchte E-Plus eine Reduzierung erreichen. Eine Absenkung der Terminierungsentgelte von derzeit 7,92 Cent pro Minute in D-Netze und 8,80 Cent in E-Netze gilt als wahrscheinlich.

(Michael Posdziech)

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