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BREKO: Telekom verliert die Argumente

Der Bundesverband Breitbandkommunikation wertet den geplanten IPTV-Strategiewechsel der Telekom als Eingeständnis, dass mit VDSL kein neuer Markt vorliegt. Nach Ansicht des Verbands gibt es nun keine schlüssigen Argumente mehr für VDSL-Regulierungsferien.

16.01.2007, 10:14 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Der Bundesverband Breitbandkommunikation wertet den offenbar geplanten IPTV-Strategiewechsel der Deutschen Telekom AG als Eingeständnis, dass mit VDSL kein neuer Markt vorliege und es somit auch keine Regulierungsferien für das neue Netz geben dürfe. Am vergangenen Wochenende war bekannt geworden, dass die Deutsche Telekom AG ihr Internet-TV "T-Home" nun offenbar doch über das klassische DSL-Netz anbieten will.
Zu wenig Abonnenten
Grund sei Medienberichten zufolge, dass der Bonner Konzern zu wenig Kunden für sein T-Home-Angebot gewinnen konnte. Das neue Bezahlfernsehen war bislang als Alleinstellungsmerkmal für das schnelle VDSL-Netz geplant. "Es ging der Telekom immer nur darum, Internet-Fernsehen besser und schneller an den Kunden zu bringen, und unter Ausschluss des Wettbewerbs möglichst viele Kunden auf das neue VDSL-Netz zu ziehen", sagte Breko-Präsident Peer Knauer.
Es sei immer klar gewesen, dass für IPTV eigentlich keine Bandbreiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde nötig seien. Dies räume die Telekom mit ihrem möglichen Strategiewechsel nun selber ein. Laut Knauer wäre es ein großer Fehler, der Telekom uneingeschränkten Investitionsschutz zu gewähren und damit den Wettbewerbern den Zugang zu den Leitungen zu verwehren.

(Denise Bergfeld)

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