News

BREKO begrüßt geplante Förderung von Vectoring - EU will Förderrichtlinien ändern

Die EU-Kommission plant die Realisierung von VDSL2-Vectoring-Anschlüssen, die Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s ermöglichen, als förderfähig einzustufen. Laut Branchenverband BREKO könnten ländliche Regionen dank Förderung dann künftig schneller mit Highspeed-Internet versorgt werden.

08.01.2015, 14:46 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Im vergangenen August fiel der Startschuss für die Einführung von Vectoring in ersten Ortsnetzen. Die Turbo-Technologie beschleunigt VDSL2-Internetzugänge auf Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s. Für den Einsatz von VDSL2 Vectoring gab es bislang aber keine Fördergelder, dies könnte sich künftig ändern. Die EU-Kommission plant, auch Vectoring-Ausbauprojekte als förderfähig einzustufen. Entsprechenden Druck in Brüssel hatte das deutsche Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unter Leitung von Minister Alexander Dobrindt gemacht.

BREKO begrüßt geplante Förderung von Vectoring

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) begrüßt die aktuellen Bestrebungen der zuständigen Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission. Die EU-Beihilferichtlinien müssten entsprechend geändert werden. Nach Angaben des Branchenverbandes könnten Netzbetreiber ihren Kunden dann auch in in den meist ländlichen Fördergebieten "deutlich schnellere Internet-Anschlüsse anbieten".

Öffentlich geförderte Ausbauprojekte sahen bislang keine Vergabe von Fördermitteln vor, wenn VDSL2-Vectoring-Anschlüsse realisiert wurden. Negative Folge für viele Städte und Gemeinden sei es daher gewesen, dass Mindestbandbreiten von bis zu 50 Mbit/s "häufig nicht realisierbar" gewesen seien.

BREKO: Highspeed-Internet für ländliche Regionen schneller realisierbar

Der BREKO-Verband betont, dass es im Fall einer zukünftigen Förderung des Vectoring-Einsates umso wichtiger sei, "dass alle Marktteilnehmer gleichermaßen an entsprechenden Ausschreibungen teilnehmen und Fördermittel für den Breitbandausbau in Anspruch nehmen können." Die Rahmenbedingungen für solche Förderprogramme sollten daher "diskriminierungsfrei ausgestaltet" werden. Der BREKO hofft auf eine rasche Umsetzung.

"Mit dem Einsatz von VDSL2 Vectoring können die Netzbetreiber des BREKO insbesondere Haushalten in ländlichen Regionen genauso schnelles Internet wie in Städten oder Ballungsräumen zur Verfügung stellen und damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Breitbandziele der Bundesregierung leisten", sagt BREKO-Präsident Norbert Westfal. "Mit VDSL2 Vectoring bringen wir die Glasfaser im Rahmen unserer Multi-Access-Strategie bis zum Kabelverzweiger – und schaffen damit die wichtige Grundlage für den darauf aufbauenden Glasfaserausbau bis ins Gebäude oder direkt bis in die Wohnung", so Westfal weiter.

(Jörg Schamberg)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang