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Breitbandausbau in Hürth: Der Schaltkasten soll wieder weg

NetCologne will im südlich von Köln gelegenen Hürth bald schnellere Internetzugänge anbieten und hat dafür 133 neue Schaltkästen aufgestellt. Gegen ein Viertel dieser Standorte soll es von Anwohnern Einwände gegeben haben.

02.02.2015, 11:16 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Der Kölner Telekommunikationsanbieter NetCologne will im südlich der Domstadt gelegenen Hürth bald schnellere Internetzugänge anbieten und hat dafür 133 neue Schaltkästen aufgestellt, die per Glasfaser angebunden wurden. Gegen ein Viertel dieser Standorte soll es von Anwohnern Einwände gegeben haben. Einen Fall hebt der Kölner Stadt-Anzeiger (KStA) in seinem Bericht besonders hervor.

Genau dort, wo wieder das Fenster sein soll

Vor einem 200 Jahre alten Haus in Alt-Hürth, in dem sich bis 1880 im ersten Stock ein jüdischer Betsaal befand, hat der Internetprovider einen Schaltkasten auf dem Bürgersteig direkt vor der Fassade aufgestellt und angeschlossen.

Die Besitzer wollen jedoch den alten Zustand des Hauses wiederherstellen und ein Fenster wieder an der Stelle einsetzen, wo jetzt der Schaltkasten steht.

Rechtliche und technische Gründe

Der Standort wurde von den zuständigen Stadtwerken genehmigt, ohne die Hausbesitzer zuvor zu informieren oder gar anzuhören. Rechtlich sei dies wohl nicht zu beanstanden, sagte Stadtwerke-Vorstand Dirk Holger Ahrens-Salzsieder der Zeitung. Lediglich städtebauliche Belange würden berücksichtigt werden.

NetCologne habe den Fall geprüft, so der Kölner Stadt-Anzeiger. Ein alternativer Standort für den Schaltkasten käme aus technischen Gründen jedoch nicht infrage.

(Peter Giesecke)

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