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Breitband-Special: DSL-Abstauber im November (Update)

Notebook© Roman Hense / Fotolia.com
DSL-Neueinsteiger haben es derzeit so gut wie nie. Dank T-DSL-Resale und der damit möglichen Vermarktung von DSL-Tarifen samt passendem Anschluss läuft die DSL-Propaganda auf Hochtouren. Längst wird nicht mehr nur mit subventionierter Hardware geworben. Nun werden die Bereitstellungsentgelte zurückerstattet und die Preise für Anschlüsse und Tarife jagen immer neuen Tiefständen entgegen. Jüngstes Beispiel für diese Entwicklung ist die "Operation Preis" von Arcor, doch dazu später mehr.

Hardware kostenlos

Denn beginnen wollen wir mit den Hardware-Dreingaben, die viele Anbieter für den Neuabschluss eines Vertrages anbieten. Tiscali zum Beispiel gibt bei gleichzeitiger T-DSL-Beauftragung das DSL-Modem gratis, die AVM Fritz! Box SL für 9,90 Euro oder aber den WLAN DSL-Router ZyXEL Prestige 660HW67 für 29,90 Euro dazu. DSL-Wechsler, die bereits T-DSL haben und nur den Provider wechseln, können trotzdem in den Genuss der beiden letzten Angebote kommen. Doch kosten sie dann 49,90 Euro respektive 69,90 Euro.

Lycos wirbt ebenfalls mit kostengünstiger Hardware für diejenigen, die sich 12 Monate binden. Den WLAN-Router Siemens SE 505 gibt es dann gratis, die AVM Fritz! Box SL für 48,80 Euro. T-Com und T-Online schnüren ein gemeinsames Sparpaket. Bei T-DSL-Neubeauftragung gibt es noch bis Mitte November das W-LAN Modem Sinus 154 DSL Basic SE gratis dazu. Bei gleichzeitiger Beauftragung eines T-Online dsl Tarifs ab 9,95 Euro und Vertragsbindung über ein Jahr erlässt der Provider die Grundgebühr für einen Monat. America Online, oder kurz AOL, geht noch einen Schritt weiter. Zuerst einmal erhalten Neueinsteiger bei Beauftragung von T-DSL über AOL die AVM Fritz! Box SL oder das interne DSL Modem Devolo MicroLink ADSL PCI kostenlos (für Wechsler mit bereits vorhandenem T-DSL-Anschluss jeweils 69,90 Euro). Der WLAN Router ZyXEL Prestige 660HW-67 ist für eine Zuzahlung von 39,90 Euro zu haben. Darüber hinaus wird das T-DSL Einrichtungsentgelt in Höhe von 99,95 Euro bei Neubeauftragung über AOL komplett zurückerstatt beziehungsweise beim Wechsel des Providers in Form eines Online-Guthabens erstattet.

DSL und Tarif aus einer Hand

Ganz neue Möglichkeiten eröffnen sich den Anbietern von T-DSL-Resale Anschlüssen. Hier können Anschlusspreise gedrückt, mit den Tarifen gekoppelt, Einrichtungsgebühren erlassen und weiterhin massenhaft Hardware verschenkt werden. Der Fantasie der Provider scheinen da keine Grenzen gesetzt zu sein.

Grün surfen
(Update: Neue Konditionen für Wechsler)


Der neongrüne Hamburger Provider freenet schnürt ein preislich interessantes Paket: Beim Abschluss eines DSL2000-Vertrags in Kombination mit einem freenet DSL Tarif ab 5,90 Euro monatlich zahlt man lediglich 16,99 Euro im Monat für den Anschluss, spart die Einrichtungsgebühr in Höhe von 99,95 Euro und kann wahlweise eine kostenlose Fritz!Box SL/Fon oder einen Siemens WLAN-Router abstauben. DSL-Wechsler, die bereits einen Anschluss haben und sich für 12 Monate binden, bekommen die Grundgebühr während der ersten sechs Monate erlassen und einen subventionierten Siemens WLAN Router für 29,90 Euro. Wer zu einem DSL-Plus-Paket wechselt erhält wahlweise eine FRITZ!Box Fon ata zum gleichen Preis. Ähnliches hat auch 1&1 zu bieten. Bei der bis Ende des Jahres verlängerten Aktion entfällt die Bereitstellungsgebühr von 99,95 Euro bei DSL-Neubeauftragung und Bindung für ein Jahr. Hinzu kommt je nach Wunsch eine kabelgebundene AVM FRITZ!Box SL oder eine kabbellose AVM FRITZ!Box SL WLAN zum Nulltarif. Voraussetzung hierfür ist die Bestellung eines DSL2000 Anschlusses und eines 1&1 DSL PLUS-Zugangstarifs. DSL-Wechsler erhalten 99,95 Euro als Startguthaben, das sie innerhalb der ersten drei Monate ausgeben müssen.

Familienbande

Das 1&1-Schwesterunternehmen GMX steht ganz im Zeichen des DSL2000-Anschlusses. Nur für diesen entfällt bei Neubeauftragung die Einrichtungsgebühr von 99,95 Euro. Das DSL-Modem Fritz! Box SL gibt's ab dem 2000 MB Volumentarif, das WLAN-Pendant ab dem 5000er Tarif gratis dazu. Wechsler bekommen den WLAN-Router ebenfalls ab dem 5000 MB Volumentarif gratis.

... so nicht!

Der Discount-Provider1XNET lockt mit ganz anderen Dingen als Hardware. Hier kostet der DSL3000-Anschluss 19,95 Euro im Monat und die passende Flatrate im Aktionszeitraum bis Ende des Jahres 9,95 Euro. (wir berichteten). Doch wir raten zur Vorsicht. Der vergleichbare Provider dsl-discounter versuchte auch mit Dumpingpreisen den Markt zu erobern. Das Ergebnis: Datendurchsatzraten im ISDN-Bereich (wir berichteten). Das Handy zur Flatrate

Der Provider VIA NET.WORKS hingegen beschreitet ganz andere Wege. Seit kurzem bietet man allen Interessenten der VIA DSL 1000 Flatrate ein Jahr kostenloses Surfen an. Voraussetzung hierfür ist der Abschluss eines e-plus Mobilfunkvertrages mit dem Handy Siemens M55.

Studenten sparen noch mehr

Studenten, die ihren T-DSL-Anschluss über das Portal uni@home bestellen, sparen die Einrichtungsgebühr in Höhe von 99,95 Euro. Gleich dazu gibt's den T-Sinus 154 DSL Basic SE WLAN-Router mit eingebautem DSL-Modem. Hinzu kommen drei Monate kostenlose Nutzung des Tarifs T-Online dsl 3000 sowie eine in den Folgemonaten verbilligte Grundgebühr des T-Online-Tarifs von 6,95 statt 16,95 Euro.

Richtig billig und ganz ohne T-Com: Arcor macht's möglich

Das Beste zum Schluss: Der November steht ganz im Zeichen der "Operation Preis" bei Arcor. Die Reihen der T-DSL-Reseller können sich biegen und gegenseitig eine Preisoffensive nach der anderen um die Ohren werfen: An das, was Arcor ab 1. November preislich bietet, kommen sie nicht heran. Basierend auf dem ISDN-Standardtarif für 19,95 Euro bauen die Bandbreiten-Bausteine auf: Je nach Bedarf gibt es entweder einen 1 Mbit/s (10 Euro monatlich, 128 kbit/s Upstream), 2 Mbit/s (15 Euro monatlich, 196 kbit/s Upstream) oder 3 Mbit/s (20 Euro monatlich, 384 kbit/s Upstream) schnellen DSL-Anschluss. In jedem Anschlusspreis ist das Start-Paket mit 1000 MB Freivolumen inbegriffen. Wer mehr will, bekommt als Sahnehäubchen die Flatrate für 9,95 Euro. Billiger geht's nicht.

(Carsten Deppermann)

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