Security

Brandgefahr: Dell warnt vor 4,1 Millionen Akkus

Weltgrößter Computer-Hersteller hat eine riesige Rückrufaktion für poteziell gefährliche Notebook-Akkus gestartet.

15.08.2006, 09:02 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Der Computehersteller Dell muss sich einer großen Rückrufaktion für Notebook-Akkus stellen. Theoretisch sei es möglich, dass die Lithium-Ionen-Batterien vom Hersteller Sony durch einen Kurzschluss überhitzen wodurch das Notebook im Extremfall auch Feuer fangen könne.
Kein Einzelfall
Ende Juli hatte onlinekosten.de bereits über förmlich explodierende Akkus berichtet. Damals hatte es seitens Dell noch geheißen, es handele sich um einen Einzelfall. Jetzt musste man beim weltgrößten Computerproduzenten aber offensichtlich feststellen, dass doch weit mehr Modelle als nur ein einzelnes Gerät vom dem Sicherheitsproblem betroffen sind. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sollen insgesamt 4,1 Millionen Notebook-Akkus von der möglichen Kurzschlussgefahr betroffen sein und müssen ausgetauscht werden.
Viele Modelle betroffen
Auf einer speziellen Webseite informiert Dell seine Kunden darüber, welche Notebooks von der Rückrufaktion betroffen sind. Verschiedene Modelle der Reihen "Latitude", "Inspiron", "XPS" und "Precision Mobile Workstation" hat Dell identifizieren können und in das für Kunden kostenlose Rückrufprogramm aufgenommen. Betroffen sind Notebooks, die zwischen dem 1. April 2004 und 18. Juli 2006 ausgeliefert wurden.
Besorgte Kunden können die Notebooks anhand der Batterie-Aufschriften "DELL" und "Made in Japan" oder "Made in China" oder "Battery cell made in Japan Assembled in China" identifizieren. Sollte eine dieser Kennzeichnungen auf dem Notebook-Akku nicht zu finden sein, bestehe keine Gefahr. In einem zweiten Schritt fordert Dell seine Notebooknutzer dazu auf, eine spezielle Batterie-ID zu überprüfen. Fällt die Prüfung positiv aus, kann kostenlos ein Ersatzakku angefordert werden.

(Hayo Lücke)

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