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Börsenhandel nach Aktien-Spam gestoppt

Die USA sagt dem Aktien-Spam den Kampf an. Nach einer Flut von Spam-E-Mails mit irreführenden Angaben hat die US-Börsenaufsicht den Handel mit den Aktien von 35 Kleinunternehmen ausgesetzt.

09.03.2007, 09:46 Uhr
Internet© Victoria / Fotolia.com

Nach einer Flut von Spam-E-Mails mit irreführenden Angaben hat die US-Börsenaufsicht den Handel mit den Aktien von 35 Kleinunternehmen ausgesetzt. Der Schritt solle Investoren davor bewahren, aufgrund falscher Angaben in den Werbe-Emails Anteile der betroffenen Firmen zu kaufen, teilte die Aufsichtsbehörde SEC am Donnerstag mit.
100 Millionen pro Woche
Jede Woche würden etwa 100 Millionen solcher E-Mails verschickt, die "dramatische Anstiege im Aktienwert und im Handelsvolumen" auslösten, wobei viele Anleger ihr Geld verlören. Die SEC kündigte an, verstärkt gegen solche unlauteren Methoden vorzugehen. Das Projekt trage den Namen "Operation Spamelot".
Mindestens zehn Tage Pause
Den Angaben zufolge soll eine Untersuchung klären, wer hinter dem massenhaften Versand solcher E-Mails steht. Die Nachrichten enthielten oft unwahre Angaben über neu entdeckte Vorkommen an Bodenschätzen oder die Neuentwicklung viel versprechender Produkte. Von der Handelsaussetzung betroffen sind Firmen wie etwa America Asia Petroleum Corp., Equitable Mining Corp. und Koko Petroleum Corp. Die Anteile sollen mindestens zehn Tage lang nicht mehr gehandelt werden.
Aktien-Spam ist aber nicht nur in den USA weit verbreitet. Auch in Deutschland haben in den vergangenen Wochen solche Spam-E-Mails für großes Aufsehen gesorgt. Dubiose Spammer verschickten unter anderem Millionen E-Mails, in denen sie die Empfänger dazu aufforderten, sich mit Aktien der Artstor AG einzudecken. Die Folge: Innerhalb von vier Tagen stieg der Aktienkurs an der Frankfurter Börse von 3,8 Cent auf 25 Cent an und hat sich damit in der kurzen Zeit mehr als versechsfacht. Konsequenzen sind aus dem Vorfall bislang noch nicht gezogen worden.

(Denise Bergfeld)

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