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Börsengang: Ein Stückchen Versatel kaufen

Versatels Börsendebüt steht kurz bevor. Am Freitag, 27. April, soll es voraussichtlich soweit sein. Ab Freitag, 20. April, können die Anleger ihre ersten Kaufgebote für die Aktien abgeben.

12.04.2007, 14:16 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Es könnte der größte Börsenstart des Jahres werden. Der deutsche Telekommunikationskonzern Versatel will seinen hohen Schuldenberg abbauen und drängt auf das Parkett. Laut Versatel steht das Börsendebüt kurz bevor: Am Freitag, 27. April, soll es voraussichtlich soweit sein.
Ziel ist der TecDax
Dann sollen die Anleger fünf Werktage lang die ersten Aktien zeichnen können. Bis zu diesem Termin soll auch die Preisspanne veröffentlicht werden, in der die Unternehmensanteile gehandelt werden. Der Telekom-Konkurrent steuert mit dem Börsengang ein Emmissionsvolumen von mehr als einer Milliarde Euro an.
Netto will Versatel eine Kapitalerhöhung von rund 419 Millionen Euro mit 20 Millionen neuen Aktien erzielen. Das würde dem Unternehmen gut tun, denn Medienberichten zufolge steht es derzeit mit rund 768 Millionen Euro in den Miesen. Bis zu 42,55 Millionen Aktien von insgesamt 50 Millionen sollen nun an die Börse gebracht werden. Versatel strebt zudem nach eigenen Angaben an, in den TecDax aufgenommen zu werden.
Versatel, die mit schnellen Internet-Zugängen wie DSL und Festnetzanschlüssen der Telekom Kunden abjagen will, ist in der Vergangenheit vor allem durch Zukäufe regionaler Netzbetreiber gewachsen und will dies weiter tun. Das Unternehmen erwirtschaftete mit 1.340 Mitarbeitern im vergangenen Jahr 666 Millionen Euro Umsatz und einen Vorsteuergewinn von 212 Millionen Euro. Bisheriger Mehrheitseigner ist der Investor Apax.

(Denise Bergfeld)

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