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Blackberry wird seine Immobilien los

Der neue Blackberry-Chef John Chen kommt bei der Neuaufstellung des unter Druck stehenden Smartphone-Pioniers voran. Ein Käufer für die Immobilien ist gefunden. Schlechte Nachrichten kommen derweil aus dem Weißen Haus. Steigt US-Präsident Barack Obama bald auf Samsung um?

21.03.2014, 16:16 Uhr (Quelle: DPA)
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Nach zweimonatiger Suche hat der angeschlagene Smartphone-Hersteller Blackberry einen Käufer für die meisten seiner Immobilien im Heimatland Kanada gefunden. Insgesamt geht es um 280.000 Quadratmeter an Büro- und Fabrikflächen sowie unbebautem Land. Zu den finanziellen Einzelheiten schwieg sich Blackberry in einer Mitteilung am Freitag aus. Diese sollen später bekanntgeben werden.

Verkauf soll bis Frühsommer über die Bühne gehen

Blackberry hatte im Januar angekündigt, die Mehrheit der Gebäude in Kanada abzustoßen. Hintergrund des Schritts sind schwindende Smartphone-Verkäufe, wodurch insbesondere die Produktion in der Heimat geschrumpft ist. Tausende Mitarbeiter wurden bereits entlassen. Der Markt wird von Apples iPhone und Android-Handys wie Samsungs Galaxy-Reihe beherrscht.

Der Immobilienverkauf helfe, effizienter zu werden, erklärte Firmenchef John Chen am Sitz in der 100.000-Einwohner-Stadt Waterloo nahe Toronto. "Blackberry wird aber weiterhin eine starke Präsenz in Kanada haben", wiederholte er. Der noch benötigte Teil der Flächen soll zurückgemietet werden. Blackberry rechnet damit, den Verkauf bis zum Frühsommer abzuschließen. Die Einnahmen würden Blackberry helfen, eine Durststrecke zu überwinden. Nachdem sich vor allem die Privatkunden abgewandt haben und hohe Verluste aufgelaufen sind, will Chen das Unternehmen vor allem auf Geschäftskunden ausrichten. Er rechnet aber erst zum Geschäftsjahr 2016 mit der Rückkehr in die schwarzen Zahlen.

Wechselt das Weiße Haus zu Samsung-Geräten?

Der Weg bis dahin dürfte steinig werden. Am Donnerstag berichtete das "Wall Street Journal", dass Blackberry-Alternativen">Blackberry womöglich das Weiße Haus als prestigeträchtigen Kunden verlieren könnte. Im US-Präsidialamt würden derzeit Smartphones der südkoreanischen Hersteller Samsung und LG getestet, schrieb die Zeitung unter Berufung auf eine informierte Person. Die Tests seien aber noch in einer frühen Phase.

Präsident Barack Obama ist als eingefleischter Blackberry-Nutzer bekannt. Um den besonderen Sicherheitsanforderungen zu entsprechen, baute Blackberry nach früheren Informationen eine eigenständige Infrastruktur für das Weiße Haus auf. Blackberry-Fans schätzen an ihren Smartphones vor allem die Sicherheitsfunktionen und die Tastatur.

(Saskia Brintrup)

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