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Blackberry und T-Mobile US haben sich wieder lieb

Der Smartphone-Entwickler Blackberry ist bereits mit schlechten Verkaufszahlen geschlagen, der US-Mobilfunker T-Mobile US musste aber auch noch nachtreten, indem er einigen Blackberry-Nutzern ein kostenloses iPhone 5s anbot.

19.02.2014, 10:09 Uhr
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Der Smartphone-Entwickler Blackberry ist bereits mit schlechten Verkaufszahlen geschlagen, der US-Mobilfunker T-Mobile US musste in der letzten Woche aber auch noch nachtreten, indem er einigen Blackberry-Nutzern ein kostenloses iPhone 5s anbot. John Chen, der neue Blackberry-Chef, zeigte sich empört und anscheinend auch viele seiner Kunden. John Legere, der Chef der Telekomtochter in den USA, ruderte nun per Twitter zurück.

Schnellere Lieferung

"Blackberry-Nutzer, ich höre euch laut und klar. Lasst mich mit meinem Team zusammensetzen, ich melde mich dann bei euch wieder", so Legere. Auch Chen kündigte in seiner Stellungnahme im offiziellen Blackberry-Blog ein gemeinsames Angebot mit T-Mobile an. Die Nachrichtenagentur Reuters will erfahren haben, dass ab Freitag eine "beschleunigte Lieferung" angeboten werde, kostenlos ist sie bei T-Mobile US bereits.

Die Telekomtochter hatte schon im September 2013 die Blackberry-Smartphones aus den Regalen seiner Läden genommen. Offenbar war die Nachfrage zu gering, Blackberry hat bei Neugeräten mittlerweile einen kaum messbaren Marktanteil. Chen legt die Wiederbelebung aber auf mehrere Jahre an und konzentriert sich zuerst auf Geschäftskunden. Einige Behörden ordern die Geräte wieder in vierstelliger Höhe.

Viel Lärm um Nichts

Nach den vielen Worten, die in der letzten Woche hin und her geschickt wurden, scheint es so, dass der Kunde kaum davon profitiert. Stattdessen haben zwei Unternehmen, die nicht zur Marktspitze zählen, viel Aufmerksamkeit erhalten.

T-Mobile-Chef John Legere ist auch für seine Provokationen bekannt. So erschien er mit einem T-Shirt von T-Mobile zu einer Veranstaltung von Vodafone und ließ sich unter Blitzlichtgewitter vom Sicherheitspersonal hinausbegleiten. Anscheinend war weniger das T-Shirt das Problem als das offensichtliche Zur-Schau-Stellen.

(Peter Giesecke)

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