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Blackberry Classic: Die besten Ansätze in einem Smartphone vereint

Der Vorgänger des Blackberry Classic, der Blackberry Q10, konnte mit dem neuen Blackberry 10 zwar die Kritiker überzeugen, nicht aber die treuen Kunden mit einem Blackberry Bold. Der Blackberry Classic vereint nun das Beste aus beiden Welten.

18.12.2014, 12:45 Uhr
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Der Blackberry Classic könnte dem alten Mobilfunk-Pionier neuen Glanz verleihen. Sein Vorgänger, der Blackberry Q10, konnte mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 zwar die Kritiker überzeugen, nicht aber die treuen Kunden mit einem Blackberry Bold. Der Blackberry Classic vereint nun das Beste aus beiden Welten. Das Konzept könnte aufgehen.

Die sichere Alternative zum Passport

Bilder und Werte des Blackberry Classic sind schon seit geraumer Zeit bekannt. Doch gestern wurde er noch einmal auf großer Bühne vorgestellt - auch in der Bankenmetropole Frankfurt am Main. Gleichzeitig gelang er in den Handel. Blackberry setzt aber wohl vor allem auf Großaufträge - zum Beispiel von Banken. Auch die Bundeskanzlerin nutzt einen Blackberry.

In der zweiten Generation der Smartphones mit Blackberry 10 ist der Blackberry Classic bereits das zweite Gerät. Der Blackerry Passport fiel ungewöhnlich aus - ein Objekt zum Hassen oder Lieben. Wohin die Mehrheit tendiert, wird erst die Zeit zeigen. Daher war es wichtig, mit dem Classic auf Bewährtes zu setzen.

Rückkehr des Blackberry Belt

Technisch zeigt der Blackberry Classic im Vergleich mit dem Blackberry Q10 nur wenig Veränderungen. Die fast zwei Jahre alte Technik war aber damals schon üppig und ist immer noch ausreichend. Der Bildschirm ist von 3,1 auf 3,5 Zoll gewachsen. Das Unternehmen sieht seine Stärke jedoch vor allem im Betriebssystem Blackberry 10. Ein Wildwuchs wie derzeit bei Android ist nicht zu befürchten.

Die Ähnlichkeit zum Blackberry Bold war dem Unternehmen aber noch wichtiger. Angesprochen werden sollen vor allem alte Blackberry-Kunden mit einem Bold oder Curve, die sich bisher noch nicht durchringen konnten zu wechseln. Das Wiederaufleben der BlackBerry-Leiste zwischen Bildschirm und QWERTZ-Tastatur mit vier Tasten (Annehmen, Auflegen, Zurück und Menü) sowie einem Trackpad soll sie locken.

Bewusst anders als iPhone und Android

Dem iPhone oder einem Samsung-Galaxy-Gerät mit Android wird der Blackberry Classic sicherlich keine Konkurrenz machen. Dies ist kein Smartphone für die Massen. Es wird nicht mehr betont, dass der Blackberry auch Entertainment biete, sondern eine ganz spezielle Gruppe angesprochen: Kommunikations-Junkies. Oder Unternehmen, die gerne produktive Mitarbeiter hätten.

Die neue Version des Betriebssystems, Blackberry 10.3, arbeitet diese Vorzüge noch einmal heraus. Die Navigation wurde verfeinert - auch dank des Trackpads. Es gibt viele neue Tastenkürzel, die sich nur mit der QWERTZ-Tastatur nutzen lassen. Auch solche, die noch vom Bold bekannt sind.

Ab sofort für etwas über 400 Euro

Apps lassen sich per Tastenkürzel öffnen - und davon gibt es mehr als App-Icons auf einem großen Touchscreen. Es lässt sich ohne Scrollen an Anfang oder Ende von Listen springen. Vorausgesetzt, der Nutzer kennt all die Kürzel.

Das Touchpad verkürzt den Weg des Daumens, lässt den Blick auf das Display frei und verschont dieses vor fettigen Fingerabdrücken. Die Zurück- und die Menü-Taste erübrigen mit Blackberry 10 eingeführte Gesten. Das Drücken der Auflegen-Tasten beendet jedwede Aktion.

Während die großen Online-Händler sich noch an den von Blackberry vorgegebenen Preis von 429 Euro halten, gibt es den Blackberry Classic bei Amazon schon für 419,74 Euro und bei kleineren Händlern sogar für um die 400 Euro, dann allerdings mit Versandgebühr. Der Preis für den Blackberry Passport ist mit dem Marktstart des kleinen Bruders leicht gefallen. So ist er für 518,83 Euro bei MeinPaket.de erhältlich.

(Peter Giesecke)

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