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BKA veröffentlicht Fotos von Tsunami-Fundstücken

Im Internet stehen ab sofort zahlreiche persönliche Gegenstände, die bisher nicht zugeordnet werden konnten.

12.04.2005, 00:03 Uhr
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat auf seiner Internetseite Fotos von Fundstücken aus der Flutregion in Südasien veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Koffer, Kleidungsstücke und andere persönliche Gegenstände, die bislang nicht zugeordnet werden konnten. Die Experten erhoffen sich Hinweise zu den Deutschen, die seit der Flutwellenkatastrophe im Dezember nach wie vor als vermisst gelten. Es gehe aber auch darum, die Fundstücke wieder ihren Eigentümern zuzuordnen. Die Bilder werden täglich aktualisiert.
Zahlreiche Fotos
Auf der Internetseite wurden zunächst mehr als 40 Fotos unter anderen von Schlüsseln, Schuhen, Reisetaschen und anderen Alltagsgegenständen sowie rund 20 Fotografien von Personen veröffentlicht. Nach Angaben einer BKA-Sprecherin können die abgebildeten Gegenstände nicht mit letzter Sicherheit Deutschen zugeordnet werden, da entscheidende Hinweise wie etwa Kofferanhänger fehlten. Die Fundstücke seien in der Flutregion in Südasien zum Teil an den Flughäfen gesammelt, von den Reiseunternehmen zusammengeführt oder beim Generalkonsulat abgegeben worden. Wer Gegenstände als sein Eigentum erkennt oder Angaben zum Eigentümer machen kann, soll sich beim BKA unter der E-Mail-Adresse hinweis@bka.de melden.
Das BKA hat für Fundstücke aus dem Katastrophengebiet nach eigenen Angaben seit Anfang Januar eine zentrale Sammelstelle in Wiesbaden eingerichtet. Nach wie vor treffen dort Gegenstände aus Thailand ein. In der Sammelstelle werden die Fundstücke überprüft, ausgewertet und zentral erfasst mit dem Ziel, die Besitzer festzustellen. Bisher wurden identifizierte Gegenstände von 723 Personen an die zuständigen Landeskriminalämter übergeben.
Nach der verheerenden Flutwellenkatastrophe vom Dezember sind bislang 383 deutsche Todesopfer identifiziert. Wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte, gelten noch 188 Bundesbürger als polizeilich vermisst.

(Hayo Lücke)

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