Security

BKA-Trojaner lädt Kinderporno-Bilder auf Rechner

Das Anti-Botnetz-Beratungszentrum des Internetverbandes eco warnt vor einem neuen BKA-Trojaner, der sich als Hinweis des Bundeskriminalamts (BKA) ausgibt und behauptet mit dem gekaperten Rechner seien rechtswidrige Handlungen getätigt worden.

08.05.2013, 16:47 Uhr
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Das Anti-Botnetz-Beratungszentrum des Internetverbandes eco warnt vor einem neuen BKA-Trojaner, der sich als Hinweis des Bundeskriminalamts (BKA) ausgibt und behauptet, mit dem gekaperten Rechner seien rechtswidrige Handlungen getätigt worden. Im aktuellen Fall gibt der Trojaner dies nicht nur vor, er lädt tatsächlich kinderpornografische Bilder herunter und zeigt diese auf dem Bildschirm an.

Besitz solcher Bilder ist strafbar

Das Prinzip ist das gleiche wie immer: Der Rechner wird für die weitere Nutzung gesperrt. Der Hinweis auf dem Bildschirm fordert eine Zahlung von 100 Euro über Ukash oder Paysafecard. Danach soll der Rechner angeblich wieder freigegeben werden. Tatsächlich handelt es sich um einen Erpressungsversuch ohne Folgen. Es sollte auf keinen Fall Geld gezahlt werden. Der richtige Weg, den Trojaner wieder loszuwerden, führt über eine Anti-Viren-Software.

Der Unterschied zu bisherigen BKA-Trojanern ist, dass in diesem Fall tatsächlich kinderpornografische Bilder auf den infizierten Rechner gelangen. Der Trojaner selbst lädt vier solcher illegalen Bilder im Hintergrund herunter und zeigt diese auf dem Bildschirm an. Der Besitz solcher Bilder ist auf jeden Fall strafbar.

Trojaner mit Bildern löschen

Der Trojaner sollte mit einem aktuellen Virenscanner entfernt werden, der auch für BKA-Trojaner geeignet ist. Das Anti-Botnetz-Beratungszentrum empfiehlt HitmanPro und gibt auch eine Anleitung für den Gebrauch. In diesem Fall werden die kinderpornografischen Bilder ebenfalls wieder vom Rechner gelöscht. Gelingt dies nicht, sollte der Nutzer eine Systemwiederherstellung versuchen oder Windows komplett neu installieren.

(Peter Giesecke)

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