IT-Sicherheit

BKA plant eigene Abteilung zur Bekämpfung von Cyberkriminalität

Im Kampf gegen Hacker sowie Computerbetrug geht das Bundeskriminalamt (BKA) einen Schritt weiter und verstärkt die Maßnahmen. Das BKA will seine Kräfte nun bündeln.

Marcel Petritz, 22.11.2018, 11:25 Uhr (Quelle: DPA)
Hacker© vectorfusionart / Fotolia.com

Wiesbaden - Das Bundeskriminalamtes (BKA) verstärkt den Kampf gegen Hacker sowie Computerbetrug und bündelt seine Kräfte. Präsident Holger Münch kündigte am Mittwoch anlässlich der Herbsttagung in Wiesbaden an, dass das BKA eine neue Abteilung zur Bekämpfung von Cyberkriminalität aufbauen werde. Der Wirtschaftsstandort Deutschland gilt als bevorzugtes Ziel von Hackern. Die Qualität der Angriffe nimmt nach dem jüngsten Lagebild der BKA-Experten stetig zu.

86.000 Fälle von Cyberkriminalität

Im vergangenen Jahr wurden bundesweit fast 86.000 Fälle von Cyberkriminalität erfasst und damit vier Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die durch den Computerbetrug entstandenen Schäden erhöhten sich von 50,9 Millionen auf 71,4 Millionen Euro. Die Experten gehen jedoch von einer Dunkelziffer von rund 90 Prozent aus, weil nur ein Bruchteil der Straftaten zur Anzeige gebracht wird.

Programm "Polizei 2020"

Bei der zweitägigen BKA-Herbsttagung mit dem Titel "Sicherheit in einer offenen und digitalen Gesellschaft" geht es auch um die digitale Zusammenarbeit der Polizei in Bund und Ländern. Das Bundeskriminalamt baut dazu mit dem Programm "Polizei 2020" eine digitale Plattform für die deutsche Polizei auf.

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