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BKA: Kinderporno-Kampf oft alles andere als einfach

Das Bundeskriminalamt (BKA) sieht sich laut eines Berichts des Kölner "Express" mit mangelhafter Bereitschaft anderer Staaten beim Kampf gegen Kinderpornografie im Internet konfrontiert.

25.10.2010, 10:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Das Bundeskriminalamt (BKA) bemängelt beim Kampf gegen Kinderpornografie im Internet die mangelnde Zusammenarbeit anderer Staaten. Durchschnittlich seien etwa 44 Prozent der durch das BKA in das Ausland gemeldeten Webseiten nach einer Woche weiterhin verfügbar, heißt es laut Kölner "Express" in einem Bericht der Behörde. Dieser ist für eine an diesem Montag stattfindende Sachverständigenanhörung im Bundestag bestimmt.

BKA beißt auf Granit

In dem Bericht steht demnach weiter, das Bundeskriminalamt habe in "Gesprächen auf Leitungsebene in den USA und Russland, den Staaten, in denen die meisten kinderpornografischen Seiten gehostet werden, das deutsche Interesse an einer zeitnahen Löschung derartiger Seiten nachdrücklich dargelegt". Ein verändertes Verhalten beim Löschen sei jedoch nicht erkennbar.

"Die BKA-Zahlen zeigen, dass es ohne Sperren bei ausländischen Seiten nicht geht", zitiert der "Express" den CDU-Medienpolitiker Thomas Jarzombek. Der sagt auch: "Die deutschen Provider verhalten sich vorbildlich."

(Hayo Lücke)

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