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BKA gelingt Schlag gegen Bankbetrüger

Phisher hatten bereits mit Hilfe gefälschter Dokumente mehrere Bankkonten eröffnet, auf die online geklautes Geld überwiesen werden sollte.

04.04.2006, 08:09 Uhr
Internet© Victoria / Fotolia.com

Dem Bundeskriminalamt (BKA) ist ein Schlag gegen eine internationale Bande gelungen, die in großem Stil Online-Banking-Kunden betrügen wollte. Insgesamt seien sieben Mitglieder der Gruppe festgenommen worden, teilte das BKA in Wiesbaden mit.
Sie hätten geplant, mit Hilfe der auf betrügerische Weise erlangten Daten der Bankkunden Online-Konten abzuräumen. An die sensiblen Kundendaten waren die Betrüger demnach durch das das Abfischen von Kontodaten mit Hilfe von Spionprogrammen ("Phishing") gelangt. So seien Zugangsdaten und die für Bankgeschäfte nötigen TANs ausgespäht worden.
Ganz schön dreist
Die Festgenommenen hatten den Angaben zufolge mit gefälschten Dokumenten Scheinwohnsitze gegründet und zahlreiche Konten bei Banken im Rhein-Main-Gebiet und in Mittelhessen eröffnet. Auf diese Konten hätten sie die abgezwackten Geldbeträge umleiten wollen. Von dort hätte das Geld dann an Hinterleute in Osteuropa überwiesen werden sollen. Im Rahmen einer zeitgleich mit den Festnahmen durchgeführten Durchsuchungsaktion seien zahlreiche Belege für die Taten gefunden worden.
Das BKA rät Bankkunden, zum Schutz vor solchen Betrügereien nicht auf E-Mails zu antworten, in denen die Bank vertrauliche Daten wie Kontonummer, PIN oder TANs abfragt. Keine Bank versende solche Anfragen per E-Mail. Außerdem sollten Verbraucher ihren PC immer mit einem aktuellen Virenschutzprogramm und einer aktuellen Firewall betreiben.

(Hayo Lücke)

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