Security

BKA ermittelt gegen deutsche Cyber-Bande

Rund 6.000 Zombie-Computer allein in Deutschland soll eine Bande aus Cyberkriminellen mithilfe von Virensoftware unter ihre Kontrolle gebracht haben. Die Eigentümer der infizierten PCs werden von ihren Providern derzeit informiert.

30.12.2014, 16:46 Uhr (Quelle: DPA)
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Das Bundeskriminalamt (BKA) ermittelt gegen Cyberkriminelle, die mit einer Software bis zu 11.000 Computersysteme in über 90 Staaten infiziert haben sollen. Mehr als die Hälfte der betroffenen Systeme habe sich in Deutschland befunden, sagte ein BKA-Sprecher am Dienstag in Wiesbaden. Es gebe Hinweise auf Täter in Deutschland. Die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt dauerten noch an, Details könnten daher nicht bekanntgegeben werden.

Botnetz aus Zombie-Rechnern zerschlagen

Experten sei es gelungen, das sogenannte Botnetz zu identifizieren und zu zerschlagen, erklärte der Sprecher. Dabei handelte es sich laut BKA um einen Zusammenschluss einer Vielzahl von Computern, die mit einer Schadsoftware infiziert wurden. E-Mail-Anhänge oder Downloads würden dazu in der Regel benutzt, sagte der Sprecher. Die Täter könnten auf diesem Weg auf die Computer zugreifen und Datendiebstahl begehen.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), dem Fraunhofer-Institut (FKIE) sowie zwei deutschen Antivirenherstellern wurde die Benachrichtigung der vom Botnetz betroffenen Computerinhaber über ihre Provider veranlasst. Weitere Informationen über den Umgang mit solchen Fällen und Hilfen für die Erstattung von Anzeigen gibt es beim Anti-Botnet Beratungszentrum sowie den Seiten des Bundeskriminalamtes und des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

(Michael Frenzel)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang