News

Bitstream Access: Es geht langsam voran

Die Bundesnetzagentur hat eine Anhörung zum Bitstrom-Zugang gestartet. Die Behörde will die Telekom zu einem transparenten Vorprodukt verpflichten

23.03.2006, 19:26 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Die Bundesnetzagentur hat eine Anhörung zum Bitstrom-Zugang gestartet. Die Behörde will die Telekom zu einem transparenten und diskriminierungsfreien Vorprodukt verpflichten. Ziel ist die Einführung eines regulierten Bitstrom-Zugangs, über den Abnehmer einfacheren Zugriff auf Netze der Telekom hätten.
"Beherrschende Marktmacht"
"Nachdem wir die beherrschende Marktmacht der DT AG in diesem Vorproduktmarkt festgestellt hatten, wollen wir sie dazu verpflichten, ihren Wettbewerbern ein Vorprodukt für den Breitbandzugang zur Verfügung zu stellen, bei dem die Wettbewerber selbst die Servicequalität bestimmen können", erläuterte Chefregulierer Matthias Kurth. Die interessierten Unternehmen haben nun bis zum 24. April Zeit, das Vorhaben der Bundesnetzagentur zu kommentieren.
Mit einem Bitstromzugang auf ATM-Basis "ist es den Wettbewerbern möglich, sich nicht nur über den Preis sondern auch über die Qualität von anderen Produkten im Markt abzuheben", so Kurth weiter. Beim ATM-Bitstream Access findet die Übergabe der Daten im ATM-Konzentratornetz statt.
IP kommt extra
Für den Markt für IP-Bitstrom, bei dem das Backbone-Netz über das Internetprotokoll gemanagt wird und der in erster Linie für den Massenmarkt gedacht ist, soll eine gesonderte Regulierungsverfügung ergehen. Dazu wird in nächster Zeit ein eigenes Anhörungsverfahren eröffnet.

(Volker Briegleb)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang