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Bitkom sieht kein Schwächeln der CeBIT

Immer mehr Branchenriesen bleiben von der CeBIT fern und im kommenden Jahr wird die Messe um einen Tag verkürzt. Der Bitkom sieht die CeBIT dennoch auf dem richtigen Weg.

15.03.2007, 15:01 Uhr
CeBIT© CeBIT

Der Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) will nichts von einer Krise der CeBIT wissen und sieht auch für dieses Jahr gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche CeBIT. Trotz immer weniger Ausstellern, sei die CeBIT auf dem richtigen Weg.
Notwendiger Wandel
Die CeBIT sei weiterhin ein Juwel für den Hightech-Standort Deutschland, ließ der Bitkom in Hannover verlauten. Bei ihrer Lobrede auf die CeBIT ließen sich die Wirtschaftsvertreter der Bikom auch nicht durch die Absagen großer Namen wie Nokia, Motorola oder Nvidia beeinflussen, die in diesem Jahr von der CeBIT fernbleiben. Auch die Umstrukturierung der Messe im kommenden Jahr fand bei der Bitkom Zuspruch, die Messe endet ab 2008 an einem Sonntag und wird damit um einen Tag verkürzt.
Der Anspruch einer Leitmesse für die Branche sei trotz zunehmender Konkurrenz durch Hausmessen und Roadshows durchaus berechtigt, wenn auch nicht als Consumer-Messe für Computer-Fans, sondern als Geschäftsmesse. Die Kritik, dass der Messe ein klares Profil fehle, wies der Bitkom zurück: Die Märkte würden immer weiter zusammen wachsen; man könne nicht mehr klar zwischen einzelnen Produktgruppen trennen. Daher sei eine Leitmesse auch für die Zukunft auf jeden Fall erforderlich. Lediglich die Ausrichtung ändere sich zunehmend in Richtung Business-Messe.
Keine Gadget-Jäger mehr
Auch Heinz-Paul Bonn, Vizepräsident der Bitkom, sieht den Trend zur Business-Messe für Fachbesucher positiv. Für die Aussteller seien Fachbesucher deutlich interessanter als Privatkunden, die lediglich auf Werbegeschenke aus seien. Das heiße aber nicht, dass sich die CeBIT von digitaler Unterhaltungselektronik verabschieden müsse. Das Angebot richte sich aber eben künftig eher an Händler und Fachbesucher als an Endkunden.
Wie die CeBIT beim Wandel zur Business-Messe einen Besucherrückgang vermeiden will, darauf wusste aber auch der Bitkom keine Antwort. Der Anteil der Fachbesucher auf der CeBIT liegt derzeit bei 25 Prozent und müsste somit deutlich steigen, um einen Besucherrückgang zu vermeiden.

(Klaus Wiesen)

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