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BITKOM: PCs ohne Virenschutz noch weit verbreitet

Anlässlich der Computersicherheitsmesse IT-SA in Nürnberg weist der IT-Verband BITKOM darauf hin, dass ein Fünftel der Internetnutzer ohne Virenschutz sowie ein Drittel ohne Firewall im Netz unterwegs sei. Das gefährde auch andere Internetsurfer.

23.10.2010, 15:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© arquiplay77 / Fotolia.com

Hunderttausende internetfähige Computer in Deutschland sind nach jüngsten Umfragen noch immer schutzlos Viren und Angriffen von Cyberkriminellen ausgesetzt. "Rund ein Fünftel der Internetnutzer ist noch immer ohne Virenschutz unterwegs", beklagte der IT-Verband BITKOM am Dienstag zum Auftakt der Computersicherheitsmesse IT-SA in Nürnberg. Auf der Messe präsentieren bis Donnerstag 303 Aussteller ihre Lösungen, um Computersysteme sicherer zu machen. Schwerpunkte sind in diesem Jahr die Themenbereiche Cloud-Computing, Virtualisierung, Mobile Security, sicheres Rechenzentrum und Webanwendungen Rund 7.000 Besucher werden erwartet.

Mangelnder Schutz gefährdet auch andere Surfer

Ein Drittel der Internetsurfer nutze keine Firewall zur Überwachung des Datenverkehrs. Das habe eine aktuelle Aris-Umfrage ergeben. "Mit einem solchen Verhalten gefährdet man nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen, mit denen man mailt oder Dateien austauscht", so die Kritik von BITKOM-Präsidiumsmtigleid Dieter Kempf, gleichzeitig auch Vorstandsvorsitzender des Vereins "Deutschland sicher im Netz". Aus Angst vor den Gefahren im Internet würden 28 Prozent der Internetnutzer, hochgerechnet rund 14 Millionen Menschen, auf Online-Banking verzichten. Auf die klassische Post statt auf die E-Mail setzen 40 Prozent der Befragten bei der Versendung von wichtigen Dokumenten. Online-Shopping nutze jeder vierte Surfer nicht. Immerhin jeder sechste nehme laut BITKOM gar keine Transaktionen im Netz vor.

Rechner stets mit aktueller Software ausstatten

"Verbraucher sollten Internet-Dienste weder komplett ablehnen noch ihnen blind vertrauen. Vielmehr gilt es, sich im Internet aufmerksam zu verhalten und den Rechner richtig auszustatten", empfiehlt Kempf. "Wer regelmäßig seine Software aktualisiert, mit Bedacht surft und mailt und keine Standard-Passwörter verwendet, wird kaum ein Opfer von Cyber-Kriminellen." Der weltweite Markt für IT-Sicherheitsprodukte wird auf rund 33 Milliarden Euro geschätzt, der deutsche Anteil daran beträgt etwa 2,5 Milliarden Euro. Die Sicherheitsbranche boomt: In diesem und dem kommenden Jahr soll das Geschäft mit Sicherheitslösungen laut aktuellen Studien jeweils um rund zehn Prozent wachsen.

(Jörg Schamberg)

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