Einzelhandel

Bitkom: Kontaktloses Zahlen per Gesetz ermöglichen

Der Bitkom spricht sich dafür aus, in der Corona-Krise die Möglichkeit zum kontaktlosen Bezahlen gesetzlich zu erzwingen, wenn es nötig ist. Die Zahlung mit dem Smartphone oder der Kreditkarte senke das Infektionsrisiko.

Melanie Zecher, 18.03.2020, 08:36 Uhr (Quelle: DPA)
NFC© Tyler Olson / Fotolia.com

Der IT-Branchenverband Bitkom hat sich angesichts der Ansteckungsgefahr von Beschäftigten im Einzelhandel und Kunden dafür ausgesprochen, in allen Geschäften das kontaktlose Bezahlen zu ermöglichen. Man setzte sich bereits seit längerem dafür ein, dass es überall dort, wo es Bezahlvorgänge gibt, mindestens eine elektronische Bezahlmöglichkeit geben muss, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Dies sollten wir jetzt konsequent umsetzen - wenn nötig auch mit einer gesetzlichen Vorgabe", sagte er.

Kontaktlos bezahlen verringert infektionsrisiko

Kontaktloses Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch sei heute in sehr vielen Geschäften, Tankstellen und Verkaufsstellen problemlos möglich, betonte der Verband. Dabei müsse der Kunde nur sein Gerät berühren, der Verkäufer komme damit überhaupt nicht in Kontakt. "Das sorgt auf jeden Fall für zusätzliche Sicherheit und reduziert eventuelle Infektionsrisiken."

Tipp: Eigenen Kugelschreiber benutzen

Kontaktloses Bezahlen per Debit- oder Kreditkarte könne bei Beträgen bis 25 Euro ebenfalls kontaktlos stattfinden. Bei höheren Beträgen müsse der Kunde sich allerdings authentifizieren, was durch die PIN-Eingabe auf dem Gerät an der Kasse oder per Unterschrift stattfinden müsse. "Dadurch entfällt dieser Vorteil. In solchen Fällen sollte man zumindest immer einen eigenen Kugelschreiber dabei haben, mit dem man eine erforderliche Unterschrift leisten kann", empfiehlt der Verband.

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang
NewsletterPopup