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BITKOM: Jugendliche chatten lieber als anzurufen

Der IT-Branchenverband BITKOM hat in seiner Studie "Kinder und Jugend 3.0" das Verhalten von Jugendlichen am Mobiltelefon untersucht. Die kommt zu einem wenig überraschenden Schluss.

27.04.2014, 16:01 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Der IT-Branchenverband BITKOM hat in seiner Studie "Kinder und Jugend 3.0" das Verhalten von Jugendlichen am Mobiltelefon untersucht. Die kommt zu dem wenig überraschenden Schluss, dass, wer unter 18 ist, sich lieber per Kurznachricht austauscht statt durch einen Anruf.

SMS und Chats gleichgesetzt

94 Prozent der jugendlichen Handy-Besitzer senden demnach Kurznachrichten. In der Vorabmeldung zur Studie differenziert der Branchenverband jedoch nicht weiter, fasst unter diesem Begriff einfach die klassische SMS, die sich einige seiner Mitgliedsverbände noch teuer bezahlen lassen, und den Austausch über Chats wie WhatsApp, iMessage und Hangouts zusammen.

Mit 'nur' 90 Prozent geben etwas weniger der befragten Handy-Besitzer an, zumindest ab und zu mit ihrem Mobilgerät zu telefonieren. Neun Prozent der jugendlichen Handy-Besitzer in dieser Altersgruppe telefonieren dagegen mit dem Gerät explizit nicht.

Smartphones weit verbreitet

Auf Platz drei der am häufigsten genutzten Smartphone-Funktionen liegen Spiele mit 82 Prozent, gefolgt von Musik hören mit 80 Prozent und Fotos bzw. Videos machen mit 79 Prozent. 72 Prozent der Jugendlichen schauen sich auf dem Smartphone Videos an und 66 Prozent surfen damit im Internet.

92 Prozent der 10- bis 18-Jährigen besitzen ein eigenes Mobiltelefon, fast jeder Zehnte verfügt sogar über zwei oder mehr Geräte. Dabei besitzen 79 Prozent der Jugendlichen in dieser Altersgruppe ein Smartphone und 22 Prozent ein herkömmliches Handy.

Studie wird am Montag vorgestellt

Zum Vergleich: Bei einer BITKOM-Umfrage im Jahr 2010 verfügten 92 Prozent der Jugendlichen von 10 bis 18 Jahre über ein eigenes Handy. Smartphones waren zu diesem Zeitpunkt in dieser Altersgruppe nicht verbreitet.

Das Marktforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag des Branchenverbandes BITKOM 688 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage sind Grundlage der Studie "Kinder und Jugend 3.0", die am 28. April vorgestellt werden wird.

(Peter Giesecke)

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