News

BITKOM: Globale Regeln für das Internet sind sinnvoll

Nationale Regeln für das Internet greifen nach Ansicht des Hightechverband BITKOM bei Fragen wie Datenschutz oder der Bekämpfung der Internet-Kriminalität zu kurz. Die Internet-Regulierung ist ein Thema auf dem G8-Gipfel im französischen Deauville.

26.05.2011, 16:48 Uhr (Quelle: DPA)
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Die deutsche Internetbranche hält internationale Regeln für das Netz für sinnvoll. "Bei wichtigen Fragen wie dem Datenschutz oder der Bekämpfung der Cyber-Kriminalität greifen nationale Regelungen zu kurz", erklärte der Präsident des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM), August-Wilhelm Scheer.

Regulierung des Internet als G8-Gipfelthema

Es sei höchste Zeit, dass die sieben führenden Industrienationen und Russland (G8) das Thema beim Gipfel in Deauville auf der Agenda hätten. Leitgedanke müsse sein, "die Freiheiten des Webs zu erhalten und gleichzeitig auch in der digitalen Welt ein Höchstmaß an Schutz der Privatsphäre zu bieten."

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy als Gipfelgastgeber strebt weltweite Minimalstandards für das Internet an und hat dies zum Thema der Staats- und Regierungschefs gemacht. Eine Reglementierung auf nationaler Ebene ist nach Ansicht von Sarkozy sinnlos. Die Verantwortung für das Internet müsse von den Akteuren und den Staaten gleichermaßen getragen werden. Bei Branchenexperten stoßen Regulierungen aber auch auf Skepsis. In den Online-Netzwerken wurden die Äußerungen von Sarkozy kritisch beäugt und häufig als Versuch gewertet, das freie und globale Netz einer strikten staatlichen Reglementierung zu unterwerfen.

(Jörg Schamberg)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang