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BITKOM: ELSTER-Steuererklärung immer beliebter

Die elektronische Steuererklärung – kurz ELSTER – erfreut sich auch aufgrund kürzerer Wartezeiten zunehmender Beliebtheit. So übermittelten im Vorjahr bereits 8,6 Millionen Steuerpflichtige ihre Einkommenssteuererklärung digital an das Finanzamt - so viele wie nie zuvor.

12.05.2011, 08:28 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Die elektronische Steuererklärung – kurz ELSTER – erfreut sich auch aufgrund kürzerer Wartezeiten zunehmender Beliebtheit. So übermittelten im Vorjahr bereits 8,6 Millionen Steuerpflichtige ihre Einkommenssteuererklärung digital an das Finanzamt. Dies entspricht einem Anstieg um 4 Prozent im Vergleich zu 2009, berichtet der BITKOM.

Achillesferse Bedienung

Allerdings sieht der Branchenverband damit das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht und fordert weitere Programm-Verbesserungen, um die Attraktivität der kostenlosen Amts-Software zu steigern. Insbesondere in der Bedienung habe ElsterFormular noch Schwächen, die vor allem unerfahrene Nutzer abschrecke. So werde zwar etwa eine Plausibilitätsprüfung der eingegebenen Daten durchgeführt und auf etwaige Widersprüche hingewiesen, allerdings sei nicht immer auf Anhieb erkennbar, warum ein Fehler vorliege. Zudem setze das Programm einige Kenntnisse in Begriffen des Steuerrechts voraus und helfe bei Fragen kaum weiter.

Neue Versionen von ElsterFormular müssten hier deutlich mehr Informationen liefern, so der BITKOM. Steuer-Laien, die sich dennoch selbst an die ungeliebte Erklärung wagen wollen, wird daher empfohlen auf professionelle kommerzielle Software-Angebote auszuweichen. Diese nutzen meist ebenfalls Elster-Komponenten, bieten aber deutlich mehr Komfort. Die Abgabefrist für Steuererklärungen, die ohne Unterstützung eines Steuerberaters abgebeben werden, endet dabei am 31. Mai 2011.

"ElsterFormular" kostenlos zum Download

Wer hingegen ElsterFormular verwenden will, kann das Programm unter www.elster.de gratis herunterladen. Alternativ steht es in den örtlichen Finanzämtern auf CD zur Verfügung. Unterstützt werden die Betriebssysteme Windows XP, Vista und 7. Für Apple-Fans lohnt sich ein Einsatz hingegen kaum: Unter Mac OS X lässt sich die Software bislang nur nach Installation des kostenpflichtigen PC-Emulators Microsoft Virtual PC starten.

Eingegebene Daten werden verschlüsselt über eine gesicherte Internetverbindung transferiert. Für die notwendige Authentifizierung stehen anschließend zwei Wege zur Verfügung, wobei mitunter doch Papier zur Hand sein sollte. So kann der Nutzer die sogenannte "Komprimierte Steuererklärung" einerseits ausdrucken und unterschrieben an das Finanzamt senden; andererseits lässt sich der verschickte Datensatz mit einem elektronischen Zertifikat auch digital am PC validieren. Dieses erhalten Steuerpflichtige nach Registrierung unter Angabe persönlicher Daten und der Steuernummer auf www.elsteronline.de. Belege müssen nur dann separat eingereicht werden, wenn dies gesetzlich so vorgeschrieben ist. Eine Aufbewahrung für etwaige Rückfragen ist jedoch generell notwendig.

(Christian Wolf)

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