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Bitcoin auf Goldkurs: Rekordmarke von 1.000 Dollar geknackt

Der Bitcoin ist auf Goldkurs: Die virtuelle Währung knackte am Mittwoch die Rekordmarke von 1.000 Dollar. Experten sind derweil skeptisch, ob der Bitcoin auf Dauer bestehen kann.

28.11.2013, 09:31 Uhr (Quelle: DPA)
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Die Digitalwährung Bitcoin hat die Marke von 1.000 Dollar (rund 736 Euro) geknackt. Das extrem schwankungsanfällige virtuelle Geld markierte auf der Handelsplattform Mt. Gox am Mittwoch einen Rekordkurs von 1.073 Dollar (rund 790 Euro).

Bitcoin-Menge beschränkt

Die oft auch als "Hacker-Währung" bezeichneten Bitcoins werden in komplizierten Rechen-Prozessen auf den Computern der Nutzer erzeugt, können aber auch im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar oder Euro gekauft werden. Sie kommen vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz.

Die mögliche Bitcoin-Menge ist bisher durch die Komplexität der erforderlichen Rechen-Aktionen beschränkt. Die Idee hinter der virtuellen Währung ist ein Geldsystem, das ohne zentrale Kontrollinstanz auskommt, also unabhängig ist von Regierungen, Zentralbanken und Geschäftsbanken. Die mögliche Bitcoin-Menge ist strikt beschränkt. Die Knappheit trägt zusammen mit der wachsenden Bekanntheit zu dem Kursanstieg bei. Erst vor wenigen Wochen hatte der Bitcoin eine erste Rekordmarke bei 250 Dollar geknackt.

Experten bleiben skeptisch

Derweil streiten Experten weiter darüber, ob die Digitalwährung jemals mehr als ein Spielfeld für Spekulanten werden kann. Zumindest nach Ansicht des Commerzbank-Chefvolkswirts Jörg Krämer hat der Bitcoin auf Dauer keine Chance. Wegen der starken Kursausschläge trage er die Zerstörung schon in sich, sagte Krämer dem Magazin "Wirtschaftswoche". "Niemand verwendet eine Währung, die dauernd Achterbahn fährt."

Als wesentlichen Treiber für Kurssprünge sieht der Ökonom Spekulation. "Spekulanten setzen darauf, dass in Zukunft mehr Menschen Bitcoins zum Zahlen benutzen", sagte Krämer. "Die steigende Nachfrage trifft aber auf ein fixiertes Angebot an Bitcoins, so dass der Wechselkurs des Bitcoin gegenüber dem Euro in die Höhe schießt." Weil kein Geschäft bereit sei, dauernd die Bitcoin-Preise zu ändern, werde die Eignung als Transaktionswährung zerstört.

Überlegungen der Online-Handelplattform eBay, Bitcoins eines Tages als Zahlungsmittel bei Transaktionen zu akzeptieren, hatten Anfang November den Startschuss für jüngste Kurs-Rally gegeben.

(Christian Wolf)

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