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Billighandys für 30 Euro kommen

Handelsverband "GSM Association" ruft "Ultra-Low Cost"-Marktsement ins Leben. Erster Partner ist Motorola.

15.02.2005, 15:09 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Die Mobilfunkmesse "3 GSM World" in Cannes hat nicht nur eine ganze Reihe an Handyneuheiten an das Tageslicht befördert. Auch wurde bekannt, dass es künftig noch günstigere Handys geben soll. Der Handelsverband GSM Association (GSMA) will den Weg frei machen für ein neues "Ultra-Low Cost"-Marktsegment. In erster Linie sollen auf diese Weise die Nachfragen auf Entwicklungsmärkten befriedigt werden.
Preise sollen weiter fallen
Ziel sei es, die Handsets anfänglich zu einem Selbstkostenpreis von unter 40 US-Dollar (circa 30 Euro) auf den Markt zu bringen. Das Ende der Preisspirale ist damit aber noch nicht erreicht. Selbst Geräte für weniger als 30 Dollar seien keine Utopie, so der Verband. Der Preiskampf basiere auf einer vom GSMA-Verband in Auftrag gegebenen Studie, nach der hohe Handy-Kosten als Haupthindernis für die Erschwinglichkeit in der Mobilkommunikation in aufkommenden Märkten ermittelt wurden.
"Als globaler Handelsverband liegt eines unserer Hauptbestreben darin, all diejenigen Personen weltweit miteinander zu verbinden, die bisher sozusagen 'unverbunden' waren", so Craig Ehrlich, Vorsitzender der GSM Association. Der US-Konzern Motorola wurde ausgewählt, die ersten Billighandys zu liefern, heißt es.
Auslieferung soll bald beginnen
In den ersten sechs Monaten sollen sechs Millionen Billighandys ausgeliefert werden, was etwa einem Prozent des globalen Marktes entspreche. Durchaus möglich sei es, dass mittelfristig im Ultra-Low Cost-Segment mehr als 100 Millionen Handys pro Jahr ausgeliefert werden. Im zweiten Quartal soll mit der Auslieferung der ersten Motorola-Billighandys begonnen werden.

(Hayo Lücke)

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