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BILD: Beckenbauer unterschreibt Telekom-Vertrag

Der Präsident des FC Bayern München soll für die Telekom ab der kommenden Bundesliga-Saison als Kommentator arbeiten. Mindestens bei den Live-Streams im Internet, möglicherweise aber auch im Pay TV bei Premiere.

17.05.2006, 12:00 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Es klingt wie ein weiterer, banaler Werbevertrag, tatsächlich könnte es aber einen neuen Paukenschlag bedeuten. Die Deutsche Telekom soll mit Franz Beckenbauer, Präsident des FC Bayern München, einen Vertrag ausgehandelt haben, der für reichlich Zündstoff sorgen dürfte. Wie die "BILD"-Zeitung berichtet, sei es sicher, dass Beckenbauer in den nächsten Tagen seine Unterschrift auf das Schriftstück setzen werde, um ab der kommenden Saison als Fachkommentator für die Deutsche Telekom zu arbeiten.
Damit nehmen die Pläne der Telekom, ab der kommenden Saison neben klassischen Internetstreams auch im Pay-TV-Geschäft zu agieren, immer konkretere Formen an. Es dürfte unwahrscheinlich sein, dass Beckenbauer verpflichtet wird, um lediglich einigen wenigen Internetusern als Experte zur Seite zu stehen.
Viel mehr für viel weniger Geld?
Eigentlich hatte die Telekom Ende Dezember für 40 Millionen Euro im Jahr nur die Internet-Rechte für die Übertragung von jährlich 612 Spielen der Bundesliga und 2. Bundesliga gekauft. Durch einen Formfehler im unterschriebenen Vertrag soll es ihr aber auch möglich sein, ein TV-Angebot im klassischen Sinne anbieten zu können. Mit dem Pay TV-Sender Premiere wurde in diesem Zusammenhang bereits eine Allianz geschlossen.
Unklar bleibt, wie der neue Rechteinhaber für die Bundesliga-Livespiele im Pay TV, arena, auf den Telekom-Vorstoß reagieren wird. Zwar hatte die Deutsche Fußball Liga jüngst immer wieder betont, es dürfe nur einen Pay TV-Sender geben - und der heiße arena -, doch die Telekom macht scheinbar mit ihrem Vorhaben Ernst, den Formfehler im Livespiele-Vertrag konsequent ausnutzen zu wollen. Die Exklusivität von arena, für die die Tochtergesellschaft des Kabelriesen Unity jährlich 220 Millionen Euro zahlt, steht damit noch stärker in Gefahr als zuvor. Für eine Stellungnahme war arena zunächst leider nicht zu erreichen.

(Hayo Lücke)

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