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BGH: Telekom und T-Online dürfen fusionieren

Die Beschwerden gegen eine entsprechende Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main seien vom BGH als unzulässig verworfen worden.

01.06.2006, 15:20 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat grünes Licht für die umstrittene Verschmelzung des Internet-Anbieters T-Online mit dem Mutterkonzern Deutsche Telekom gegeben. Die Beschwerden gegen eine entsprechende Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main seien vom BGH als unzulässig verworfen worden, teilte T-Online am Donnerstag in Darmstadt mit. Damit könne nun die Eintragung ins Handelsregister erfolgen und die Verschmelzung beider Unternehmen wirksam werden.
Klage abgewiesen
Gegen die auf der Hauptversammlung im April vergangenen Jahres beschlossene komplette Wiedereingliederung von T-Online in den Mutterkonzern hatten Anlegerschützer geklagt, weil sich die Kleinaktionäre durch ein schlechtes Umtauschangebot für ihre T-Online-Aktien benachteiligt fühlten.
"Wir begrüßen die Entscheidung des Bundesgerichtshofes. Das Wirksamwerden der Verschmelzung wird uns erlauben, die Synergien der Verschmelzung noch im laufenden Geschäftsjahr so umfassend wie möglich zu realisieren und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern", sagt Rainer Beaujean, Vorstandsvorsitzender der T-Online International AG. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Kai-Uwe Ricke, begrüßte die Entscheidung des BGH ebenfalls: "Ich freue mich, dass wir mit dieser Gerichtsentscheidung einen wesentlichen Schritt weiter gekommen sind auf dem Weg zu einer optimalen Aufstellung. Nach der Verschmelzung wird das Geschäftsfeld Breitband/Festnetz endlich mit gebündelter Schlagkraft am Markt auftreten können. Der eigentliche Gewinner aber ist der Kunde: Er wird vollständig integrierte Produkte und einen Service aus einer Hand bekommen, sowie Strukturen, die einfach und transparent sind."
Das Frankfurter Oberlandesgericht hatte dann zwar im vergangenen Februar die Fusion in einer Eilentscheidung genehmigt. Die Richter ließen allerdings ausnahmsweise wegen der Bedeutung des Verfahrens Beschwerde beim BGH zu. Bis zu dessen Entscheidung war die Verschmelzung blockiert.

(Hayo Lücke)

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