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Betrug mit Online-Tickets: Immer mehr Bahnkunden betroffen

Der gewerbsmäßige Betrug mit Online-Tickets der Deutschen Bahn ist auf dem Vormarsch. Die Zahl entsprechender Fälle ist seit 2011 regelrecht explodiert.

28.02.2014, 18:53 Uhr
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Wer auf Mitfahrportalen auffällig günstige Online-Tickets für Reisen mit der Deutschen Bahn angeboten bekommt, läuft Gefahr, gewerbsmäßigen Betrügern auf den Leim zu gehen. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Freitag berichtet, ist die Zahl entsprechender Verdachtsfälle in den letzten Jahren regelrecht explodiert.

Kauf mit geklauten Kreditkartendaten

Die Masche ist einfach: Um die stark reduzierten Preise zu erklären, behaupten die Täter oftmals, Restbestände aus Firmenkontingenten zu verkaufen oder einen Rabattgutschein nicht selbst einlösen zu können. Wer dann zuschlägt, erhält auch tatsächlich ein gültiges Ticket zu Schnäppchenpreis per E-Mail zugesandt und merkt zunächst nichts von den kriminellen Machenschaften.

Die Quittung kommt erst Wochen später, wenn mitunter plötzlich Post von Polizei und Staatsanwaltschaft im Briefkasten liegt. Grund: Die Fahrkarten werden zwar regulär über die Website der Bahn erworben und auf die Käufer registriert, die Zahlung erfolgt allerdings mit gestohlenen oder erschlichenen Kreditkartendaten Dritter. Bemerkt das Opfer später, dass ihm unberechtigt Geld für ein Ticket abgebucht wurde, sind die Täter in der Regel längst abgetaucht.

Die Zahl derartiger Betrugsfälle ist innerhalb kürzester Zeit rasant gestiegen. Während laut "Spiegel" 2011 deutschlandweit gerade einmal 403 derartige Delikte oder Versuche gemeldet wurden, waren es nur ein Jahr später bereits mehr als 17.000. Der bisherige Negativrekord wurde 2013 mit rund 28.000 Fällen erreicht.

(Christian Wolf)

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