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Besucher stürmen die Gamescom

Mit einem Besucheransturm hat der erste Publikumstag der Computerspielemesse Gamescom in Köln begonnen. Schon vor dem Start drängten sich am Donnerstag Menschenmassen an allen Eingängen.

19.08.2010, 13:01 Uhr (Quelle: DPA)
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Mit einem Besucheransturm hat der erste Publikumstag der Computerspielemesse Gamescom in Köln begonnen. Schon vor dem Start drängten sich am Donnerstag Menschenmassen an allen Eingängen. Als die Tore um 10.00 Uhr geöffnet wurden, stürmten die Besucher regelrecht herein, viele rannten zielstrebig zu ihren Lieblingsspielen.

Einzelne Spieletitel sehr beliebt

Schon nach wenigen Minuten bildete sich zum Beispiel am Stand des seit langem erwarteten Rollenspiels "Diablo 3" eine lange Warteschlange. Großer Andrang herrschte bei Rollenspielen wie "World of Warcraft" oder dem Klassiker "Legend of Zelda", aber auch bei Ballerspielen wie "Call of Duty: Black Ops".

Trotzdem nahmen die meisten Besucher es gelassen. "Das Anstehen ist mir egal. Wir sind neugierig und haben seit Ewigkeiten auf dieses Spiel gewartet, jetzt wollen wir es auch sehen", meinte zum Beispiel der 22-jährige Peer. Ein 14-Jähriger sagte dagegen: "Es ist ja cool hier, aber die Wartezeiten nerven." Insgesamt können die Besucher an mehr als 10 000 Spielstationen "daddeln". Damit die Geräte nicht dauerhaft blockiert werden, sind die Spielzeiten oft beschränkt.

Obwohl die Hersteller verstärkt Familien für Computerspiele gewinnen wollen, dominierte bei den Besuchern deutlich die klassische Zielgruppe: Männliche Jugendliche und junge Männer. In den Messehallen herrschte teils ein unglaublicher Lärmpegel, durch Lautsprecher dröhnten Musik, Spiele-Sounds und Moderationen. Bis zum Sonntag erwarten die Veranstalter mehr als 245.000 Besucher.

Bei der Hardware stehen neue intuitive Bewegungssteuerungen im Mittelpunkt. Diese könnten sich nach Ansicht von Kudo Tsunoda, Entwicklungschef von Microsoft Kinect, bald in die Tradition klassischer Gesellschaftsspiele einreihen. Denn diese neue Art der Steuerung sei "besonders gemacht für Leute, die sich gerne mit anderen treffen und gerne zusammen spielen, mit Familie oder Freunden". Bei Spieleabenden könnten dann künftig auch Videogames im Mittelpunkt stehen, sagte Tsunoda in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Kinect funktioniert rein durch Körperbewegung. Bei Sonys "Move" ist noch ein Controller erforderlich.

Weiterer Trend ist dreidimensionales Spielen. Nintendo stellt dem Fachpublikum auf der Gamescom seine neue mobile Konsole 3DS vor. Auf dem oberen der beiden kleinen Bildschirme sind Spiele in räumlicher Perspektive zu sehen. Eine Spezialbrille wird nicht benötigt.

(Hayo Lücke)

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